Gesungener Landesverrat

Horace Vernet - Village Musicians (Quelle: Wikiart)

Der Berliner DJ Tentech (mit bürgerlischem Namen Thorsten Teichmann) ist vor allem den Jüngern der Berliner Elektroszene bekannt. Als politischer Akteur ist er bisher selten in Erscheinung getreten. Doch nun ist ihm der Kragen geplatzt, wie er selber sagt: “Als ich gehört habe, dass in Deutschland wieder Journalisten des Landesverrates angeklagt werden, während die NSA und ihre Deutschen Komplizen machen dürfen was sie wollen… dazu fällt einem echt nichts mehr ein.”

Hintergrund sind die Ermittlungen des Generalbundesanwaltes gegen die Journalisten Markus Beckedahl und Andre Meister, die im Blog Netzpolitik.org zwei Artikel veröffentlicht haben, die sich mit mit dem Aufbau einer neuen Einheit des Verfassungsschutzes zur Internetüberwachung beschäftigen.

Als Tentech davon erfahren hat, hat er beschlossen, dass er nicht länger daneben stehen kann: “Ich wußte auch zuerst nicht, was ich tun sollte, dann habe ich aber gesehen, dass Netzpolitik.org auch die Originaldokumente des Verfassungsschutzes veröffentlicht hatte. Und da dachte ich mir: Damit muß man doch etwas anstellen können.”

Es folte ein Anruf bei seinem Kollegen LoBart (bürgerlicher Name Asser Ndemufayo). Der Berliner Rapper hat sich bereits einen Namen als streitbarer Aktivist für die Rechte von Flüchtlingen gemacht und war sofort dabei: “Klar, ich habe da garnicht groß überlegt. Das was der Generalbundesanwalt da macht ist Landesverrat, nicht was die Journalisten tun.”

Innerhalb eines Tages haben Tentech und Lobart ein Song produziert, der die perfekte Hintergrundmusik für die laufenden Ereignisse ist: Harte Beats unterlegen Lobart, der mit wütender Stimme Texte aus den Verfassungsdokumenten rappt. “Dieses Bürokratensprech ist ja an sich schon wiederlich. Aber was da drinnen steht macht mich echt wütend. Da wird jeder in diesem Land als potentieller Verbrecher behandelt,” erklärt Lobart seine Performance.

Den beiden Musikern ist klar, dass sie sich mit ihrem Song auch angreifbar machen. “Natürlich sind wir uns dessen bewußt,” erklärt Tentech. “Deswegen war uns auch sofort klar, wie der Song heißen muß: Landesverräter.”

“Landesverräter” von Tentech feat. Lobart auf Youtube:

youtube_landesverraeter

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Plädoyer für die Legalisierung von Kokain

 

Cocaine Toothache Drops (Quelle: Wikimedia Commons)

Bereits seit langer Zeit werben in Deutschland verschiedene Gruppen für die Legalisierung von Marihuana. Dabei wird eine gesellschaftlich viel wichtigere und weitreichendere Diskussion unterdrückt: Die Legalisierung von Kokain.

Wie auch Marihuana ist Koks eigentlich ein Naturprodukt und genießt in weiten Teilen der Bevölkerung eine ungemein hohe Akzeptanz. Es wird dort – trotz des Stigmas – gerne und in großen Mengen konsumiert. Vor allem ist es aber der illegale Konsum an sich, der Gefahren aufweist: Koks wird mit Chemikalien gestreckt, anstatt das dem Konsumenten die reine Droge zur Verfügung steht. Dies hat langfristige Gesundheitsschäden zur Folge, die sich vermeiden ließen, da das Koks an sich nur in äußerst hohen Mengen gesundheitsschädlich wirkt. Dabei ist anzumerken, dass dem Konsum alleine schon durch den hohen Preis der Droge ein Riegel vorgeschoben ist.

Es geht bei der Legalisierung aber nicht um die Nebenwirkungen, sondern um die Wirkungen von Koks. Die Wirkungen von Koks auf das zentrale Nervensystem haben zur Folge dass es vor allem von äußerst produktive Teile der Gesellschaft, ja, von Leistungsträger konsumiert wird. Eine Gesellschaft sollte ein Interesse daran haben gerade das Verhalten dieser Menschen nicht zu kriminalisieren. Dazu gehört auch das Koks – im Gegensatz zu Marihuana – keine Freizeitdroge zum übertriebenen Müßiggang, sondern ein Leistungssteigerungsmittel ist. Die potentiell stimulierenden Auswirkungen einer Legalisierung auf die Wirtschaft und die Produktivität des Landes liegen damit auf der Hand.

Eine Gesellschaft in der Vertreter von Wirtschaft und Politik sich nicht länger zu verstecken brauchen, sondern gegenüber den Menschen offen zu ihrem Konsum stehen können, ist ein Beitrag zur Ehrlichkeit unserer Gesellschaft. Jeder Bürger wird die in öffentlichen Debatten, Konferenzen oder Presseveranstaltungen zum Besten gegebenen begeisterten Ansprachen und enthusiastischen Geistesblitze viel besser nachvollziehen können, wenn er oder sie miterleben kann, wie der Redner zuvor noch eine Line gezogen hat.

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Troll verzweifelt – Niemand nimmt seine Morddrohungen ernst

Chris K. aus G. ist verzweifelt. Über Monate hat er sich mühsam eine neue Identität geschaffen, doch nun muß er feststellen, dass seine Arbeit umsonst war. “Ich bin am Ende,” sagt er über sich. “Es war für mich ein Ausweg aus meiner Arbeitslosigkeit, endlich gab es wieder einen Sinn in meinem Leben. Aber jetzt wurde er mir auch weggenommen. Ich kann es einfach nicht verstehen…” Der große schwere Mann ist verzweifelt und am Ende seiner Kräfte.

Chris K.’s Martyrium begann vor ein paar Wochen. Nachdem er sich in mühsamer Kleinarbeit unbeliebt gemacht hatte, immer wieder von diversen Plattformen verbannt worden war, nur um neue innovative Wege zu finden und erneut die Kommentarspalten mit halbgaren Verschwörungstheorien und Beleidigungen zu überschwemmen, hatte er entdeckt, dass es viel befriedigender ist gleich Morddrohungen zu verschicken. Tagelang entwickelte er ausgefeilte Mordfantasien, die er seinen Opfern über Social Media und Email zukommen ließ. “Ich hatte endlich wieder eine Aufgabe,” faßt Chris K. seine Aussichten begeistert zusammen.

Doch dann kam die für Chris K. so grausame Ernüchterung: Niemand nahm seine Morddrohungen ernst. Eines seiner Opfer, die Journalistin Madeleine Chodowski, meint über Chris K. nur: “Welcher von all den Trollen soll das sein?” Die Pressesprecherin der Berliner Initiative AICCO, Jacqueline Schönfeld, sagte zum selben Thema: “Mir wurde bereits drei tote Katzen und eine Bombenattrape zugeschickt. Ich habe wirklich keine Zeit mich um jede Morddrohung zu kümmern.”

Das keine seiner Morddrohungen auch nur ein Schaudern in seinen Opfern ausgelöst hat, deprimiert Chris K. ungemein. Wie soll es nun in seinem Leben weitergehen? Auch die Nachricht, dass zumindest die Polizei begonnen hat, sich für seine Onlineaktivitäten zu interessieren, kann Chris K. nicht mehr aufmuntern: “Niemand versteht, wie sehr ich unter dieser Situation leide.”

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Mein Onkel, der Freimaurer

Prince Frederik of the Netherlands in 1817 as Grand-master of the Dutch freemasons (Quelle: Wikimedia Commons)

Mein Onkel Norbert war bei den Freimaurern. Ich bin nicht mehr ganz sicher, woher ich das wußte, aber er hielt es auch nicht geheim. Er hatte diesen dicken goldenen Siegelring mit einem Zirkel am Finger.

Ich stellte mir immer vor, dass er bei dieser Organisation sei, die wahnsinning viel Macht hatte und die ganze Welt insgeheim kontrollierte. Das hatte den Effekt, dass ich sehr von ihm eingeschüchtert war. Eigentlich war er immer sehr nett zu mir, aber ich traute mich kaum näher an ihn heran, wenn wir ihn trafen. Da er – wie die ganze Familie – in derselben Stadt wohnte, war das recht häufig.

Es war nun so, dass ich in der Schule nicht sehr gut war. Von Jahr zu Jahr schaffte ich es gerade so versetzt zu werden, obwohl ich mich sehr anstrengte. Meine Eltern waren natürlich nicht sehr froh darüber und ich schämte mich dafür sehr.

Als ich gegen Jahresende wieder einmal eine sehr schlechte Note in einer Klassenarbeit (bei Frau Heinert, in Erdkunde) hatte, war ich vollkommen verzweifelt. Ich befürchtete, dass ich dieses Schuljahr wirklich sitzenbleiben würde und die bloße Aussicht, dass dies passieren könnte, jagte mir fürchterliche Angst ein. Meine Eltern sollten von dieser schlechten Note nichts erfahren. Doch sie würde es spätestens, wenn ich sitzenblieb…

In meiner Verzweiflung kam ich auf eine Idee: Ich rief Onkel Norbert an.

Nach einigen sehr peinlichen Einleitungssätzen (ich hatte noch nie selber meinen Onkel angerufen!), sagte ich ungefähr folgendes: “Onkel Norbert, die Frau Heinert hat mir in Erdkunde eine Fünf gegeben und deswegen werde ich sitzenbleiben. Sie ist total fies. Immer! Und ich denke, dass Ihr das wissen müßt. Und… und… vielleicht kannst Du Ihr ja befehlen, mir eine bessere Note zu geben!?”

“Ich? Ihr befehlen? Wie kommst Du auf die Idee, dass ich so etwas tun könnte?”

“Aber Du bist doch bei den Freimaurern, ihr kontrolliert doch alles.”

“Ich bin…” Onkel Norbert schwieg lange am anderen Ende der Leitung. Ich hatte bereits Angst, dass er aufgelegt haben könnte.

Dann sagte er schließlich die erlösenden Worte: “Ich werde mit ihr reden.”

Ich konnte es kaum glauben, doch als ich ein paar Tage später meinen Onkel vor dem Lehrerzimmer in meiner Schule stehen sah, wußte ich sofort, dass er wegen mir dort sein mußte.

Er sah mich und winkte mir zu.

Ich stand am anderen Ende des Ganges und traute mich kaum zurückzuwinken: Vielleicht würde ich ihn auf seiner Freimaurermission entlarven, wenn ich zeigte, dass ich ihn kannte. Doch er hatte mir bereits zugewunken und etwas verhalten winkte ich zurück und rannte dann so schnell wie ich konnte weg.

In der nächsten Erdkundestunde traute ich mich dann kaum Frau Heinert anzusehen. Würde sie es mir übelnehmen, dass ich die Freimaurer auf sie angesetzt hatte?

Doch als an meinem Tisch vorbeikam, war das Gefühl übermächtig. Ich mußte einfach zu ihr aufsehen: In Frau Heinerts Gesicht war keine Bosheit oder Ärger zu sehen. Ihr Blick war eher… mitleidig?! Sie struppelte meine Haare und ging dann ohne ein Wort weiter. Sie sagte nichts weiter zu mir.

In diesem Moment hatte ich verstanden: Mein Onkel und damit die Freimaurer – alle Freimaurer – die die Welt kontrollieren – hatten ihr befohlen, dass sie nett zu mir sein sollte. Und jetzt war sie nett zu mir`und struppelte mein Haar.

Tatsächlich hatte ich dann im Endjahreszeugnis – trotz der schlechten Klassenarbeit – in Erdkunde eine Drei. Damit war ich aus dem Schneider.

Und ich war von diesem Moment fest davon überzeugt, dass die Freimaurer die ganze Welt kontrollieren. Sogar Frau Heinert aus der Schule. Ich konnte es kaum glauben, dass ich es geschafft hatte, dass die Freimaurer – die die ganze Welt beherrschen – sich für mich eingesetzt hatten. Ich hatte das Gefühl auf der Spitze einer Pyramide zu stehen, während um mich herum die ganze Welt ausbreitete. Zugleich war die Luft dünn und ich konnte vor Aufregung kaum atmen.

Bei seinem nächsten Geburtstag bekam Onkel Norbert ein ganz großes Geschenk von mir. Ich kaufte ihm – auf Empfehlung meines Vaters hin, der sehr überrascht war, dass ich meinem Onkel etwas schenken wollte – ein Kugelspiel für seinen Bürotisch.

Dass mein Onkel Frau Heinert nur um ein Lehrergespräch gebeten und sie meine Jahresendnote entsprechend angepaßt hatte, da mein Onkel ihr erfolgreich vermitteln konnte, dass ich soviel Angst vor dem Sitzenbleiben hatte, dass ich noch nicht einmal meinen Eltern von der schlechten Note erzählt hatte, sondern nur ihm. Das erzählte er mir Jahre später einmal, während er hinter seinem Schreibtisch saß, den goldenen Siegelring am Finger und zwischen uns tickte das Kugelspiel vor sich hin.

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Beim Friseur

Berthe Morisot - The hairdresser (Quelle: Wikiart)

“Ja, es ist etwas länger geworden,” meinte der Kunde, während Anette versuchte seine Haare etwas aus dem Weg zu räumen.

“Also Haare schneiden?” fragte sie. Sie war sich selbst bewußt, dass die Frage redundant war, aber die bloße Menge an Haaren auf seinem Kopf irritierte sie.

“Gerne. Ich hätte gerne was modisches.”

“Hmm-hm.” Anette nickte und versuchte ihre Hände unter den Haaren hervor zu holen, damit sie sich Rasierer und Schere nehmen konnte.

“Vielleicht einen Undercut oder sowas,” meinte der Kunde.

“Das äh… Das kann etwas länger dauern,” meinte Anette und warf einen Büschel aus dem Weg.

“Ja, kein Problem.”

Anette versuchte sich erst einmal keine allzu großen Gedanken über die Frisur an sich zu machen. Erst einmal war ging es nur ums Kürzen.

Sie nahm sich den Rasierer und eine Schere, dann atmete sie tief durch und tauchte ab.

Nach etwa 5 Minuten versagte der Rasierer mit einem kläglichen Geräusch, es war der letzte Aufschrei einer geschundenen Maschine, ein panisches Kreischen während die Klingen an Haaren erstickten. Anette biß die Zähne zusammen und nahm sich die Schere.

Der Kunde war inzwischen eingeschlafen.

Nach 20 Minuten begann Anette’s Hand zu schmerzen, die Muskeln hatten sich um das Metall der Schere verkrampft, während Anette versuchte sich einen Weg zu bahnen. Um sie herum flogen die fremden Haare und verfingen sich in ihrer Kleidung und in ihrer eigenen Frisur.

Ganz gleich, wie sehr sie sich vorankämpfte, es schien kein Ende nehmen zu wollen. Um sie herum türmten sich Ballen.


Viel später bewunderte der Kunde sich im Spiegel. “Wow, das ist wirklich… etwas anderes,” bemerkte er, während er die scharfen Kanten seines Haarschnittes bewunderte und die letzten gegelten Spitze zurechtschob. “Das haben Sie wirklich gut gemacht.” Er drehte sich zu Anette um.

Der Haarballen unter dem sich Anette verbargt, ruckelte dankbar. “Pfrrrrlm pfffttrrrrff,” klang es darunter hervor.

“Hier ist ihr Trinkgeld, ich…” Er starrte den Haarballen an. “Ich lege es einfach hier oben ab,” sagte er und legte die Scheine auf den Haufen.

“Pppffrrtt prrfffmmm,” bedankte sich der Haarballen.

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Rezension: Das “No Fun”-Festival

Camille Corot - Orpheus Lamenting Eurydice (Quelle: Wikiart)

Während andererorts auch diesen Sommer wieder Rocklegenden oder international bekannte DJs auf der Bühne stehen, setzt sich auch dieses Jahr das “No Fun”-Festival bewußt von allen modischen Trends ab.

Bereits bei der Kartenbestellung muß der zukünftige Besucher sich mit einer annähernd 100seitigen Geschäfts- und Betriebsordnung auseinandersetzen. Auch die persönliche Abholung der Tickets an einer der wenigen Verkaufsstellen gehört zu den Hürden, denen man sich erst einmal stellen muß, bevor man an den diesjährigen Veranstaltungsort anreisen kann.

Dieser liegt im ruhigen Oberniederremschtal, 50 Kilometer von der Autobahn, 30 Kilometer vom nächsten Bahnhof und 10 Kilometer von der letzten Bushaltestelle entfernt. Ein Shuttleservice existiert natürlich nicht. Wenn man dann aber das eigentliche Festivalgelände erreicht hat, eine immer noch sehr authentisch wirkende Industriebrache aus DDR-Zeiten, fühlen sich alle Veteranen des “No Fun”-Festivals sofort wieder an die vorherigen Jahre erinnert.

Der Boden des Campinggeländes ist steinig, Dixie-Klos nicht vorhanden und das Catering wird bereits am ersten Abend wegen hygienischer Mängel eingestellt. Die von einem lokalen Dealer verkauften Drogen verursachen paranoide Attacken.

Doch natürlich dreht sich alles um die Bühnenshows. Auch dieses Jahr beginnen diese wieder mit dem Auftritt der Arbeiter. Über mehrere Stunden kann man ihnen beim Aufbau zusehen. Anschließend folgt der heiß erwartete Soundcheck, der den Besuchern bisher ungehörte Töne in ohrenbetäubenden Lautstärken nahebringt. Der Auftritt einer nicht klassifizierbaren Band endet in einem Wutausbruch des Sängers, der anschließende auftretende DJ spielt über Stunden dieselben 3 Töne in der Dauerschleife.

Natürlich ist dies nur die Einleitung für den zweiten Festivaltag: Dieser beginnt – von der Festivalleitung perfekt getimed – mit einem Wolkenbruch, der große Teile des Geländes unter Wasser setzt und die im angrenzenden Wald verscharrten Fäkalien gleichmäßig in großen Pfützen überall verteilt.

Eine großartige Rockband erscheint nicht. Bei dem Auftritt eines Singer-Songwriters versagt die feucht gewordene Soundanlage, so dass nur die ersten beiden Reihen die aus Depression entstandenen Klagegesänge teilweise mithören kann. Das DJ-Battle wird zwischem aggressivem Nu-Jazz und atonalen Trance entschieden.

Mit anderen Worten: Das “No Fun”-Festival bleibt ein Klassiker der Festivalszene, ohne ihm würde es dem Deutschen Kultursommer an einem Highlight mangeln.

Anmerkung: Die Rezensentin ist auf eigene Kosten zum Festival angereist und hat keine Gegenleistung für diese Rezension erhalten. Derzeit wird sie noch vermisst. Sollten Sie Hinweise auf ihren Aufenthaltsort in den Wäldern des Oberniederremschtals haben, bitte setzen Sie sich mit der Redaktion in Verbindung.

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Bajuwarische Flüchtlinge unerwünscht

Herman van Swanevelt, The Arch of Constantine in Rome (Quelle: Wikimedia Commons)

Wie die Römische Regierung der Provinz Raetia bekannt gegeben hat, sind Bajuwarische Flüchtlinge im Land unerwünscht. Der Präfekt Lacus Arius hat angekündigt, dass die Römischen Gastfreundschaft nicht länger mißbraucht werden dürfte. Durch den Zuzug immer weiterer Bajuwaren aus dem Osten würden finanzielle Belastungen “gigantischer Größenordnung” entstehen.

Von Seiten von Priestern des neu im Reich etablierten Christlichen Glaubens wird dem Präfekten vorgeworfen, dass er sich nicht um die Bedeutung der Christlichen Nächstenliebe kümmern würde. “Er handelt wie ein Heide der immer noch an Jupiter glaubt,” ließ ein Repräsentant des Bischofs von Rom verlauten. Dies wies der Präfekt strikt zurück: “Ein Einfall der Hunnen in das bisherige Stammesgebiet der Bajuwaren ist noch lange kein Grund nach Raetia zu kommen. Wir wollen diese Fremden hier nicht, die sich nicht in die Römische Kultur in Raetia integrieren wollen.”

Als eine erste Maßnahmen sollen am Rätischen Limes Zeltstädte errichtet werden, um die Bajuwarischen Flüchtlinge aufzufangen und gegebenfalls ins Land der Goten zurückzuschicken. Auch sollen die Patrouillen der Römischen Divisionen entlang der Grenze verschärft werden.

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