Meanwhile in New Zealand

Der neuseeländische Wirtschaftsminister ist nach vielfachen öffentlichen Druck zurückgetreten. Er war in den vergangen Monaten bereits mehrfach in die Kritik geraten, nachdem seine Strategie zur Förderung des neuseeländischen Images für Kontroversen gesorgt hatte. Die nationale Kampagne zur Förderung der Internationalen Aufmerksamkeit wurde ins Leben gerufen nachdem eine internationale Umfrage 2009 ergeben hatte, dass das Land international nur als „The Shire“ bekannt ist. Dies bezieht sich auf das Auenland aus J.R.R. Tolkiens Fantasy-Roman „Der Herr der Ringe“, der 2000 in Neuseeland gedreht wurde und es als Filmland hatte bekannt machen sollen.

Als Reaktion auf diese negative Außenwirkung entwickelte das neuseeländische Wirtschaftsministerium eine umstrittene Kampagne, die alle dem Land zur Verfügung stehenden Ressourcen bündeln und nicht zuletzt auch die dem Lande zur Verfügung stehenden Naturkräfte einbinden sollte. Von der Opposition wurde diese Initiative kritisiert und als „Mitleidsmasche“ verspottet. Die Regierung konterte zum damaligen Zeitpunkt, dass auch geologische Kräfte eine patriotische Pflicht zu erfüllen hätten.

Nachdem ein erstes Erdbeben 2010 trotz verheereden Zerstörungen nur begrenzte internationale Aufmerksamkeit auf das Land zog, wurden die skeptischen Stimmen in der Bevölkerung immer lauter, vor allem nachdem die Regierung an der umstrittenen Strategie festhielt. Nach dem Erdbeben und dem Erdbeben in Japan, die zur Fukushima-Katastrophe führten, wollte Neuseeland nicht nachstehen und weitere Erdbeben erschütterten das Land.

Nachdem im Oktober 2011 auch noch eine Ölkatastrophe aufgrund eines gestrandeten Transportschiffes hinzukam und auch dies von der Weltöffentlichkeit nur mit einem Schulterzucken quittiert wurde, spitzte sich die Situation mit dem Auseinanderbrechen des Schiffes zu.

Die Aufmerksamskeitskampage der Regierung war zu diesem Zeitpunkt bereits heftigst in die Kritik geraten und wurde als gescheitert, „unoriginell“ und redundant bezeichnet. Vor allem die Kosten brachten den Wirtschaftsminister immer weiter in die Bredouille und nachdem auch die neue Ölkatastrophe nun keinen weiteren Erfolg versprach, war er auch in der eigenen Regierung unter Druck geraten und mußte schließlich die Konsequenzen ziehen.

In einer kurzen Stellungnahme der Regierungspartei war nachzulesen, dass man in Neuseeland bis auf weiteres auf Naturkatastrophen verzichten könnte.

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