Senator Mitchell betritt die Bühne

In der dreiundvierzigsten Vorwahl-Debatten der republikanischen Partei wurde es noch einmal spannend. Hatte sich die Zahl der Kandidaten von 10 zwischenzeitlich auf 4 reduziert, dann wieder auf 9 erhöhnt, schließlich auf 3 beschnitten, hat sie sich nach diversen Veränderungen nun auf 5 festgelegt. Mitten in einer spannenden Debatte haben die bisherigen Kandidaten Romney, Gingrich, Paul und Santorum mit dem ehemaligen Senatoren Mitchell einen Neuzugang zu verzeichnen.

Der als konservativ geltende Mitchell wurde vom Publikum der dreiundvierzigsten landesweit übertragenen Fernsehdebatte spontan durch Akklamation nominiert, nachdem er eine mitreissende Rede zu den Themen Glauben, Werte und Politik gehalten hatte. Nach Aussagen verschiedener einflußreicher, konservativer Plattformen waren Kernpunkte seiner Rede die Aberkennung der Familienzugehörigkeit von Homosexuellen, der Abschaffung des Gesundheitssystem, sowie der Kampf gegen die Diskrimierung von Bessergestellten durch Ausweitung der „food stamps“-Programme auch für Besserverdienende.

Auf dem Höhepunkt der Rede sprang das im Saal befindliche Publikum unter lauten „USA! USA!“-Rufen von seinen Sitzen auf, so daß Mitchell nur mit Mühe seine Schlußworte sprechen konnte:

„It is time to restore our nation! To rebuild it upon the ideals and values of our forefathers! To tab into the wealth of our legacy! The constitution! Morality and faith! To trust in His powers in order to lead us. Going hand in hand with the science, the military strenght, the families, that made the USA the greatest nation in the 4000 years of our planet’s existence among the stars. And we have to reach out for them! They are rightfully ours as can be seen on our flag! Whereas enemies within our own country are denying us this right. Our birthright! This is what Obama is throwing into the streets when he banishes our holy flag from the White House. Whereupon it is burned by his hired legions, thus denying us the stars which he have been promised in our youth.
We want justice! We want riches! We want spaceships!“

Im linken politischen Spektrum sorgte die Rede für Wirbel. Auf der Plattform moveon.org fand sich schnell eine Diskussionsgruppe zusammen, die versuchte sich mit dem Inhalt der Rede auseinanderzusetzen. Zentrale Frage war hierbei worauf Mitchell angespielt hatte als er unter anderem von der „constitution our forefathers brought with them to America“ und „the riches the lazy poor have amassed during the housing bubble“ sprach. Auch aus der demokratischen Partei wurde Kritik deutlich, die davon sprachen, dass Mitchells Aussagen „möglicherweise ungenau“ und „so wahrscheinlich nicht ganz richtig“ seien.

Der Vorwahlkampf der republikanischen Partei wurde auf jeden Fall wieder deutlich spannender, nachdem den gegnerischen Kandidaten zuzurechnende SuperPACs (von anonymen Spendern getragene Wahlkampforganisationen) Angriffe auf Mitchell begannen und Details aus Mitchells Vergangenheit ausgruben. So wird ihm unter anderem sein Konversion vom Katholizismus zum Judentum, zum Protestantismus, wegen eines Umzugs in ein überwiegend schwarzes Viertel in New York zum Islam und nach 9/11 zurück zum Protestantismus vorgeworfen.

Mitchel bezeichnete diese Vorwürfe als „ungeheuerlich“. Ein Mitchell zuzurechnender SuperPAC begann seinerseits daraufhin unverzüglich mit einer Kampagne, die seine republikanischen Mitbewerber mit Franzosen verglich.

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