Grand Theft Auto – Berlin

Bereits seit Jahren erfreut die Grand Theft Auto-Reihe (kurz GTA) die Herzen der Video- und Computerspieler. Die Prämisse ist dabei ebenso einfach wie faszinierend: Man spielt einen Schwerverbrecher, der die Karriereleiter hinaufsteigt, sozusagen vom Autodieb zum Gangsterboss. Entsprechend prominent sind natürlich die Autos und anderen Gefährte im Spiel.

Während die vorherigen Spiele sich noch um relative Klischeeverbrecher (Drogendealer, abgehalfterte Kriegsveteranen) drehten, wagt die Herstellerfirma, Rockstar Games, mit „GTA Berlin“ eine ganz neue, spannende Herangehensweise: Hauptfigur ist diesmal der kleinkriminelle Christian W., der aus der Provinz in die große Stadt kommt. Erstaunlich schnell gelingt es ihm dort sich zu etablieren, doch seine dunkle Vergangenheit beginnt ihn einzuholen. Wird es ihm gelingen seinen Status zu bewahren und zugleich sich der Anschuldigungen zu entledigen?

Das Spiel geht hierbei im Vergleich zu vorherigen Spielen einige neue Wege. Zwar sind spielen auch diesmal Autos eine besondere Rolle (besonders die Bobby-Car- und die Audi Q3-Episode bleiben im Gedächtnis hängen), doch außer den üblichen Verbrechen kann man sich diesmal auch mit bezahlte Urlauben, heißen Promi-Parties, zwielichtigen Wohnungskrediten oder Buchdeals ausleben. Besonderen Wert legte Rockstar Games dabei auf die Außenwirkung dieser Verbrechen. Denn im Gegensatz zu vorherigen GTA-Spielen gibt es diesmal so etwas wie eine öffentliche Meinung, die man beachten muß, um seinen Status als „Präsident“ zu erhalten. [Welche Rolle dieser „Präsident“ eigentlich darstellen soll, ist mir bisher nicht ganz klar geworden. Ein kleiner Schwachpunkt in der Geschichte.]

Die Grafik ist dabei hervorragend und sehr realistisch. Christian W. wirkt zwar zuerst wie eine merkwürdig Wahl, da er steif und bubihaft wirkt, doch sobald er die ersten Blutspritzer abbekommen hat, wirkt das schnell richtig unheimlich. Die Tattoos seiner Frau Bettina tun ihr übrigens.

Das Spiel mit dem Status ermöglicht außerdem für GTA ganz neue Herangehensweisen. Hat man einen hohen Status kann man getrost die Politiker in der Stadt unter Druck setzen oder Journalisten erpressen. Fällt der Status unter einen bestimmten Wert genießt man immer noch politische Immunität. Besonders lustig ist es dann, wenn ein Mitspieler im Zwei-Spieler-Modus die Rolle der Bettina übernimmt und man gemeinsam auf Verbrechertour durch Berlin gehen kann.

Wenn der Ruf erst im Keller ist, ist es ein Heidenspaß wenn Christian und Bettina mit einem heißen Schlitten direkt in das Schaufenster einer Bank rauschen, diese kaltblütig ausrauben, dann auf der Straße mit vorgehaltener Waffe sich einen Porsche krallen und durch die Stadt zu ihrem Schloßartigen Unterschlupf abdampfen. Da kommt so richtiges Bonny-und-Clyde-Feeling auf!

Wertung: 87%
Erhältlich für PC, PS3, XB360 und TV

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Politik abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s