Rezension: „Der Kurier des Zaren 2012“

Die nun erschienene Neufassung von „Der Kurier des Zaren“ unterscheidet sich in einigen Punkten von der Originalfassung. Sie spielt nicht nur in unserer Zeit, sondern verlegt die Handlung auch von Sibirien nach Syrien. Trotz der scheinbaren Namensähnlichkeit ist ein gewaltiger Unterschied. Aber zum Inhalt…

Während Russland selber von Protesten der verarmten Bevölkerung erschüttert wird, die gegen die Herrschaft des Zaren aufbegehren, erhält der in Syrien arbeitende Diplomat Michael Strogoff Nachrichten von grausamen Verbrechen. Das Land befindet sich im Aufruhr, gewaltsame Zusammenstöße zwischen den einfachen Bürgern und den Kräften eines pseudo-sozialistischen Regimes, das mit unglaublicher Gewalt zurückschlägt. Strogoff ist ein einfacher Mann, er liebt seine Heimat und seine mit ihm reisende Mutter sehr, doch er sieht die Gefahren für Russland, falls das Land das syrische Regime unterstützt.

Nachdem er von syrischen Dissidenten mit Fotos, Videoaufnahmen und Dokumenten ausgestattet wurde, die eindeutig beweisen, dass es einen Verräter in den eigenen Reihen gibt, der den russischen Zaren stürzen will, versucht Strogoff Syrien zu verlassen. Doch schnell wird ihm klar, dass es ihm unmöglich ist, da die syrischen Kräfte, alarmiert von dem Verräter hinter den Reihen, auf der Suche nach ihm sind.

Strogoff verkleidet sich deswegen als Handelsreisender Nikolaus Korpanoff und versucht auf dem Landweg die syrische Grenze zur Türkei zu erreichen. Auf dem Weg dorthin wird er Zeuge des Krieges und kommt mit britischen und französischen Kriegsberichterstattern in Kontakt. Auch stößt er auf eine russische Studentin namens Nadja, die ihn auf seiner Reise begleitet.

An der Grenze wird er allerdings von seiner eigenen, von syrischen Sicherheitskräften gefangen genommenen Mutter identifiziert und gefoltert. Alle Dokumente werden ihm abgenommen und als die Handlanger ihn für tot halten wird er einfach in der Wildnis ausgesetzt. Doch er ist noch nicht tot und der Gedanke an seine Mutter und seine Liebe zu Nadja lassen ihn die Kraft aufbringen, um sich bis zu einer Siedlung zu schleppen.

Dort angekommen stößt er auf Nadja, die ihn versorgt. Gemeinsam gelingt es beiden die Grenze zur Türkei zu erreichen. Dort angekommen suchen sie ein russisches Konsulat auf. Während Strogoff noch versucht die russischen Beamten von seiner Identität zu überzeugen sieht er Bilder im Fernsehen: Der Verräter hat inzwischen Moskau erreicht. Während auf den Straßen die Bevölkerung gegen ihn protestiert, läßt er sich von seinen Gefolgsleuten für die Unterstützung der syrischen Despoten feiern. Der Zar muß hilflos mit ansehen, wie der Verräter ihn politisch deklassiert und an seiner Ablösung arbeitet.
Strogoff ist zu spät…

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