Der Herr der Grenzen

Nachdem zuerst Frankreich und nun auch Deutschlands Innenminister Friedrich Grenzkontrollen wieder einführen wollen, ist es zu einem ersten Zwischenfall gekommen. Eine Gruppe von Wanderern, die sich von Westen kommend Deutschland genähert hatten, mußte mit einem massiven Polizeiaufgebot zurückgehalten werden.

„Ehrlich gesagt, haben wir schon etwas Angst,“ meinte ein Vertreter der Zollbehörden. „Vor allem der Typ mit dem weißen Bart ist unheimlich. Deswegen sahen wir uns gezwungen einzugreifen. In der Luft klang noch ein „You shall not pass!“ nach, nachdem der besagte ältere Herr in einem Polizeiwagen fortgebracht wurde, um wegen Widerstandes gegen die Staatsgewalt in ein deutsches Gefängnis gebracht zu werden.

Der restliche Teil der besagten Wanderergruppe schien von der Verhaftung ihres Kameraden schwer getroffen zu sein. Ein Teenager aus der Gruppe gab bekannt: „Wir müssen einfach weiter. Sie verstehen garnicht wie wichtig das ist. Wir haben den Ring dabei. Mit jeder Stunde wird alles nur noch schlimmer…“ Ein anderer Reisender fügte schnell hinzu: „Auch wenn ich glaube, dass ich mit dem Ring fertig werden würde, wir müssen dringend zurück in mein Heimatland Gondor.“

Die Zollbehörden verstärkten unterdessen ihre Sicherheitsmaßnahmen: „Illegale Einwanderung zu verhindern ist in unser aller Interesse und deswegen werden wir niemanden ohne gültige Papiere einreisen lassen. Da können sie noch so sehr behaupte, dass sie nur durchreisen wollen. Wir haben unsere Anweisungen.“ In Berlin wird derzeit darüber diskutiert, ob man nicht vielleicht noch einen feuerspeienden Dämon aus längst vergangenen Zeiten zur Grenzsicherung einsetzen könnte. „Wir können jede Unterstützung gebrauchen,“ ergänzte der vor Ort leitenden Zollbeamte.

Dennoch teilt der Sprecher der Wanderergruppe, ein wild aussehender Mann namens Aragorn, mit, dass die Gruppe weiter entschlossen sei die Grenze zu überwinden: „Wir werden uns hier nicht aufhalten lassen. Den Ring in den Schwarzen Berg von Berlin zu werfen ist und bleibt unser Ziel. Sonst werden wir niemals in Sicherheit leben können.“

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