„Julian, Prince of Sweden“ verlängert!

Aufgrund großer Nachfrage und begeisterter Aufnahme durch das Publikum wird die Aufführung die Neuinterpretation des Shakespeare-Dramas „Julian, Prince of Sweden“ verlängert. Das in London aufgeführte Theaterstück begeistert das Publikum bereits seit August 2010, obwohl es sich um eines von Shakespeares unbekannteren Stücken handelt.

Eigentlich sollte das Drama nach seinem fast zweijährigen Bühnenpräsenz in London noch diesen Sommer nach Schweden verlegt werden, wo es bereits 2010 seine Premiere gefeiert hatte. Doch ein unschöner Patzer im zweiten Akt des an der Aufführung beteiligten britischen Supreme Court hat nun zu der Verlängerung der Aufführungdauer geführt. Noch einmal wird die vom Publikum umjubelte Dinah Rose, QC auf die Bühne steigen und dort ihren heldenhaften Monolog zur Freiheit halten dürfen und noch einmal werden die Mitglieder des Supreme Court zusammenkommen, um über einen juristischen Kessel geneigt wie die Hexen aus Shakespeares „Macbeth“ über das Schicksal des schwedischen Prinzen zu entscheiden.

Das besagte Drama stammt aus Shakespeares späterer Schaffensperiode um 1610, die einige Fragen nach der Autorenschaft aufwerfen. Trotz des Einspruches einiger Literaturwissenschaftler wird das Drama dennoch seit seiner Wiederentdeckung als authentisches Werk Shakespeares beworben.

Inhalt ist die Geschichte des nach Schweden ausgewanderten Prinzen Julian, der aus seinem Heimatland geflohen ist, nachdem er einen Krieg mit dem mächtigen König von Neu-England begonnen hat. Allerdings kann der verwöhnte Prinz in Schweden nicht dem Charme zweier adeliger Hofdamen widerstehen, weswegen er in Ungnade fällt und erneut fliehen muß. Ähnlich wie auch in „Hamlet“ ist die Hauptfigur in „Julian, Prinz von Schweden“ ein zwiespältiger Charakter, der einerseits große Verdienste errungen hat, andererseits egomane Züge aufweist.

Während viele Briten die Verlängerung der Aufführung des Dramas in Shakespeares Heimatland begrüßen, sind einige inzwischen auch von dem anhaltenden Medienrummel genervt, zumal der inzwischen zum Star gewordene Hauptdarsteller des Julian bei jeder sich bietenden Gelegenheit im Fernsehen zu sehen ist. Ein Londoner kommentierte deswegen die neuste Wendung in und um das Drama mit den Worten: „Bloody time they get rid of the dagnabit Julian fella! Never liked the bloody Aussie anyway!“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Netz, Politik abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s