Große Interesse am Einsatz von Schlecker-Mitarbeiterinnen

Der Vorschlag von Bundesarbeitsministerin von der Leyen ehemalige Angestellte der insolventen Drogeriekette Schlecker in den Bereichen Kindererziehung und Altenpflege einzusetzen ist auf begeisterte Zustimmung gestossen. Zuerst zeigte sich Bundesfamilienministerin Schröder von der Initiative mehr als angetan und möchte sie gerade in stukturschwachen Regionen mehr als nur unterstützen.

Nun zeigt sich allerdings, dass von der Leyens Idee innerhalb des restlichen Kabinetts noch weitere Befürworter hat. Auch Bundegesundheitsminister Bahr sieht Einsatzmöglichkeiten für ehemalige Schlecker-Mitarbeiterinnen im Gesundheitswesen, um dort den Fachkräftemangel zu beheben.
Und selbst aus völlig unerwarteten Richtungen kommt Interesse an den mit der Insolvenz arbeitslos gewordenen, über 25.000 mehrheitlich weiblichen Schlecker-Angestellten.

So hat nicht nur Bundesverteidigungsminister Thomas de Mazière einen Einsatz der Schlecker-Mitarbeiterinnen in der Bundeswehr ins Spiel gebracht. Dort wurden die Rekrutierungsziele zuletzt deutlich verfehlt und dem Minister liegt deswegen einiges daran diese Lücke zu schließen, durchaus auch mit Frauen „die bisher eher den Wischmop, als ein HK G36 Sturmgewehr geschwungen haben“. Möglicherweise sei ein Einsatz dieser neuen Mitarbeiterinnen mittelfristig auch an Krisenorten wie Afghanistan denkbar.

Das Stichwort „Auslandseinsatz“ scheint auch Finanzminister Schäuble inspiriert zu haben, der einen Einsatz der Schlecker-Mitarbeiterinnen in Griechenland vorschlug. Darunter befänden sich „ältere Mitarbeiterinnen mit sehr wertvoller Berufserfahrung, die in Griechenland dringend gebraucht würde“. Dazu würden etwa korrekte Abrechnungen oder die Beseitigung eines veraltenen Inventars zu nennen. Was keinerlei Kritik an den Griechen sein sollte, wie der Minister hinzufügte.

Zuletzt meldete sich auch noch der im Amt noch neue Bundesumweltminister Altmaier. „Die Frauen haben Körperumfang, eine Qualifikation, die händeringend gesucht wird,“ teilt er in seiner Begründung mit, warum die Schlecker-Frauen perfekt für die Abdichtung des undichten Atommüllendlagers Asse geeignet seien.

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