Wissenschaftliche Überlegungen zur Lage Europas

Europa zerbricht und es wird immer schlimmer. Gerade in den südlichen Ländern beginnt man sich ernsthafte Sorgen zu machen und die Bevölkerung verlangt von der Politik immer lauter und ungeduldiger Gegenmaßnahmen. Zuerst war nur von Griechenland die Rede, nun sind auch Spanien und Italien gefährdet. Noch beruhigen Politiker aller Länder, dass die Lage nicht so ernst sei, doch Geologen geben keine Entwarnung.

„Die bisherigen Maßnahmen sind unzureichend,“ gab Prof. Dornberger von der Geophysikalischen Forschungsanstalt Bayrische Alpen zu verstehen. „Wie groß sollen denn die Schutzschirme sein, damit wir ein ganzes Land damit retten können? Alleine Griechenland hat eine Fläche von über 130.000 Quadratkilometern!“

Alleine schon aus diesen Gründen wird derzeit nach anderen Möglichkeiten gesucht die südlichen Länder Europas davor zu bewahren sich noch weiter von den anderen zu entfernen. Bisherigen Beteuerungen aus der Politik zufolgen setzt man weiter auf eine Stabilisierung der Länder, die allerdings ebenfalls an den gigantischen Ausmaßen zu scheitern droht. „Italien ist beispielsweise in sich instabil, da es von mehreren kleineren tektonischen Platten durchzogen wird. Das hat zuletzt erst das Erdbeben in der Emilia-Romagna am 29. Mai bewiesen,“ erklärt der Wissenschaftler. „Da kann man nichts so ohne weiteres stabilisieren.“ Auch Griechenland sei wegen seiner vielen Inseln geologisch gesehen ein sehr komplexes System.

Spanien wiederum ist ein anderer Fall, wie Wissenschaftler immer wieder betonen: Die Plattengrenzen finden sich hier in den Pyrenäen, so dass das Land mehr oder weniger eine geschlossene geologische Einheit darstellt, die allerdings als ganzes dennoch nicht weniger unproblematisch ist.

Während die Politik also relativ ratlos die tektonischen Verschiebungen beobachtet und bisher keine schlüssigen Konzepte zur Beilegung der unterirdischen Spannungen und der Beruhigung von immer neuen Erschütterungen verunsicherten Bevölkerungen hat, stellen sich die Geologen ganz andere Fragen.

„Wird Europa überleben? Oder werden wir Griechenland, Spanien und Italien irgendwann an Afrika verloren geben müssen?“ Prof. Dornberger ist einer der wenigen Wissenschaftler, der es bisher wagt diese Frage offen zu stellen. Er hat auch Gründe dafür: „Meine fünfjährige Tochter hat mich neulich erst gefragt, ob sie ihr übriggebliebenes Erbsenpüree nicht an griechische Kinder schicken könnte.“

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