Die Geschichte vom Mappus

Es war einmal ein Mappus.
Das Mappus war ein glückliches Mappus, denn es hatte eine große Wiese zu grasen. Die Wiese reicht vom Hüschelpüschel-Weiher bis zum Riraregen-Wald, wo es immer regnete, aber nur der ganz warme leichte Regen, wie an einem Sommertag.

Tagsüber schien die Sonne auf das Mappus und wärmte es. Des Nachts wehte ein milder Wind von Westen her über die Wiese und das Rauschen des Riraregen-Waldes säuselte das Mappus in den Schlaf.

Diese wunderschöne Wiese hatte das Mappus von dem Ötti geerbt, nachdem das Ötti in die große, weite Welt gereist war, neugierig was es denn da so geben könnte. Und da das Ötti nicht plante zurückzukehren, übergab es dem Mappus seine Wiese. Da freute sich das Mappus und fing an zu grasen.

Nun stellte sich allerdings eines Tages heraus, dass die Wiese garnicht dem Ötti gehört hatte. Und weil die Wiese dem Ötti nicht gehörte, konnte sie jetzt auch nicht dem Mappus gehören. Als das Mappus dies von dem Verwaltungsbeamten aus dem Landesjustizministerium erfuhr, war das Mappus furchtbar traurig und weinte lange Zeit.

Doch da hatte das Mappus eine Idee! Das Mappus würde alle davon überzeugen, dass seine Wiese weiter seine Wiese bleiben mußte, weil es das beste wäre, wenn das Mappus weiter auf der Wiese grasen könnte. Und wie würde das Mappus das tun? Es würde für den Fortbestand der Nuklearanlage am Hüschelpüschel-Weiher sorgen! Da freute sich das Mappus, weil ihm ein so toller Plan eingefallen war und machte sich gleich ans Werk.

Das Mappus hatte da nämlich einen guten Freund, der einen Freund hatte, der jemanden kannte von dem man die Nuklearanlage kaufen könnte. Was für ein glücklicher Zufall, dachte sich das Mappus! Und versprach dem guten Freund alles was der Freund so von den Hüschelpüschel-Karpfen und den lila, lustigen Launemännchen aus dem Riraregen-Wald haben wollte.

Und schwupps! Gehörte die Nuklearanlage am Hüschel-Püschel-Weiher wieder den Hüschelpüschel-Karpfen im Hüschelpüschel-Weiher und den lila, lustigen Launemännchen aus dem Riraregen-Wald und natürlich dem Mappus, dass sowieso die größte Wiese im ganzen Land sein eigen nannte.

Dann wurde alles plötzlich sehr kompliziert, das Mappus verlor etwas den Überblick: Da war irgendetwas mit einem Bahnhof, das verstand das Mappus so garnicht. Und plötzlich war das Mappus von seiner Wiese verjagt, obwohl es doch seine Wiese war. Das Ötti hatte ihm die Wiese doch gegeben…

Und irgendwie wollten die Hüschelpüschel-Karpfen die Nuklearanlage an ihrem Weiher doch nicht so richtig. Und die lila, lustigen Launemännchen wollten auch keine Nuklearanlage, stattdessen wollte sie lieber die Bäume aus ihrem Wald wiederhaben, die der gute Freund von dem Mappus mitgenommen hatte.

Das alles verstand das Mappus so garnicht.
Und wenn das Mappus nicht gestorben ist, dann hat es heute immer noch nichts verstanden.

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