Google, Blackbeard und andere Piraten

Zur Überraschung aller Beteiligten hat Google, der Suchmaschinen- und vor allem Online-Werbung-Gigant aus Mountain View, Kalifornien, bekannt gegeben, dass in Zukunft bekannte Piratenseiten in den Suchergebnissen schlechter positioniert werden sollen, als legale Angebote. Diese Nachricht hat viele verwirrt, da sie sich nicht so recht erklären lassen möchte.
Ein Blick in die Geschichte wirkt an dieser Stelle erhellend…

Zuerst einmal muß man feststellen, dass Google diese Maßnahme ergriffen hat, weil Google ein Pirat ist. Ja, man kann sogar soweit gehen und sagen, dass es seit Blackbeard keinen schlimmeren Piraten als Google gegeben hat. Nun kann man natürlich argumentieren, dass Blackbeard nicht die technischen Mittel eines Google zur Verfügung standen und es ist auch nicht bekannt, ob Blackbeard jemals eine Videoplattform im Internet etabliert hat.

Nun ist Blackbeards bekanntestes Verbrechen allerdings auch die Blockade von Charleston (im heutigen South Carolina gelegen) und damit beginnen auch schon die Unterschiede zwischen Google und Blackbeard. Denn die Blockade ist das beliebteste Mittel von Googles Widersacher, der GEMA. Diese wiederum ist auch bekannt dafür in trüben Gewässern unerfahrenen Seeleuten aufzulauern und von ihnen Geld zu kassieren. Im Gegensatz zu Blackbeard, der ein echter Pirat war, ist die GEMA allerdings eher ein Freibeuter, denn sie besitzt einen staatlichen Kaperbrief.

Was uns wiederum zu Google zurückführt, denn genauso wie Blackbeard, der in erster Linie an seinem eigenen finanziellem Wohl interessiert war, ist auch Google in erster Linie an dem eigenen finanziellen Wohl interessiert. Bei beiden wird die eigentlich Rolle allerdings romantisiert.

Die Romantik als literarische Bewegung wiederum ist bereits seit Jahrhunderten aus der Mode gekommen und wir heute vor allem mit Kitsch und seichten Liebesromanen in Verbindung gebracht. Dies hat natürlich wenig Gemeinsamkeiten mit Google und auch mit Blackbeard, über dessen Liebesleben wenig bekannt ist. Wohingegen die Bromance zwischen den Google-Gründern Sergej Brin und Larry Page bereits der Stoff von Legenden ist. Beide sind allerdings heterosexuell und bereits verheiratet, weswegen an dieser Stelle spezifische unter Piraten bekannte sexuelle Praktiken zwischen ihnen zwar unwahrscheinlich, aber nicht vollkommen ausgeschlossen werden können. Dies trifft allerdings nicht für Blackbeard zu.

Ebenso wie Blackbeard sich sicherlich nicht dazu geäußert hätte, werden besagte Praktiken – aufgrund des Jugendschutzes – auch auf Google bestenfalls in Textform gelistet, wenn überhaupt. Diese Google und Blackbeard gemeinsame Form von selektiver Wahrnehmung ist natürlich die einzig mögliche logische Erklärung für Googles derzeitiges Filtern der Suchergebnisse: Es soll nie jemand erfahren, was Google und die anderen Piraten in der dunklen Karibiknacht gemacht haben.

Deswegen die derzeitigen Maßnahmen.

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Netz abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s