Tropensturm Isaac und die Republikanische Partei

Der Tropensturm Isaac heute auf seinem Weg von der Karibik zur Küste der USA hat mitgeteilt, dass er keine Pläne hat den Nominierungsparteitag der Republikanischen Partei in Tampa, Florida zu besuchen. Die Republikanische Partei, die dort ihren Kandidaten Mitt Romney offiziell zu ihrem Präsidentschaftskandidaten nominieren will, konnte erleichtert aufatmen.

Weniger erfreut war sie allerdings über die Begründung dieses Schwenk des Tropensturms. „Ich möchte mit diesen Leute nichts zu tun haben,“ heißt es in der Pressemitteilung des Sturms. „Ich bin ein Kind der Klimaerwärmung und ich will nichts mit Leuten zu tun haben, die ständig meine Mutter diskriminieren.“ Dies ist eine offensichtliche Anspielung auf die in der Republikanischen Partei weit verbreitete Ansicht, dass die Klimaerwärmung nicht existieren würde.

Aber selbst US-Metereologen waren sich nicht so sicher, ob die Einschätzung des Tropensturms richtig sei. „Wir wissen nur, dass der Sturm sich über Afrikanischem Boden, ungefähr über Sierra Leone, gebildet hat. Zu seiner genaueren Herkunft können wir leider nichts sagen,“ teilte das meteorologische Institut in Boston mit. „Wechselwirkungen zwischen der Klimaerwärmung und lokalen Wettereignissen sind immer noch komplex und nicht genau verstanden.“

Dennoch sorgten auch diese Aussagen in den USA für großes Aufsehen: Mitglieder der rechts-populistischen Tea Party-Bewegung plädierten nicht nur den Einwanderungsstatus des Tropensturms zu überprüfen, sondern legten nahe, dass seine Reise in die USA nur möglich sei, weil Präsident Obama ihm dies ermögliche. „Wir wollen wissen, welche Rolle der Präsident bei der Entstehung des Tropensturms gespielt hat. Gerade in Hinsicht auf seinen letzten Afrikaaufenthalt,“ teilte ein Sprecher des Centers for a New American Century mit.

Tea Party-bewegte Demonstranten auf der Straße vor dem Kongresszentrum von Tampa, wo sich die Republikanische Partei derzeit versammelt, waren sich allerdings sicher, dass der harsche Regen und die Sturmböen mit denen sie zu kämpfen hatte, Obamas Schuld sind. Das Banner mit der Aufschrift „This storm is a liberal conspiracy“ konnte allerdings wegen des Windes von ihnen nicht aufgespannt werden.

Tropensturm Isaac hat sich bisher nicht zu seinen Verbindungen zu Obama geäußert. Er befindet sich derzeit auf dem Weg zur Küste von Louisana und der bereits 2005 von einem Hurrikan verwüsteten Stadt New Orleans. Die Republikaner haben bereits angekündigt bei einer erneuten Zerstörung der Stadt keine Hilfe bereitzustellen. „Das ist Obamas Angelegenheit,“ teilte ein Sprecher mit.

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