Über den professionell-finanzielle Vollzug des juristisches Akts

Ein Schelm, der daran denkt, dass die Unterlassungsklagen Bettina Wulffs gegen Günter Jauch und Google in Zusammenhang mit ihrer bevorstehenden Buchveröffentlichung stehen. Überhaupt steht und fällt hier alles mit einzelnen Worten: Gerüchte sind immerhin nur Gerüchte und keinesfalls ernstzunehmende Tatsachen, über die in welcher Form auch immer berichtet werden darf; wohingegen über die Existenz von Gerüchten berichtet werden darf. Die dürfen dann, inklusive des offiziellen Covers besagten Buches und Zitaten aus demselben sicherlich verkaufsfördernd auf Seite 1 von Deutschlands meistverkaufter Zeitung zu finden sein.

Es geht hier um Gerüchte über Sex, Macht und schlüpfrige Details über die mögliche finanzielle Vergütung sexueller Verfügbarkeit einer durchaus nicht unattraktiven, erwachsenen Frau. Das man mit Gerüchten eine erste Seite aufmachen konnte – dass hat natürlich so mancher Redakteur gerne (auch wenn er selber nicht unbedingt schmeichelhaft dabei wegkommt): Da muß man so garnichts recherchieren und muß nur vage andeuten, dass irgendjemand irgendwo irgendwann irgendwas einmal gesagt hat. Oder auch nur gesagt haben könnte! Passend kann auch gleich noch aus besagtem Buch zitieren und dies mit dem Buchumschlagfoto der Betroffenen schmücken, das sicherlich der Buchverlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Das ist übrigens bei anderen Zeitungen oder sonstwie engagierten Verlagen nicht sehr viel anders. Die sich gemeinsam gerne engagieren und damit sicherlich die Buchverkäufe von Frau Wulff deutlich steigern. Immerhin verkauft sich kaum etwas besser als der Dunstnebel aus Sex und Macht, der sich hier über einem trüben niedersächsischen Gewässer gebildet hat.

Aber die Zeitungen… Nein! Niemals würde sich die Zeitungen diese Aussagen zu eigen machen. Sie berichten ja nur über die Existenz von Gerüchten! (Dies ist nicht zu verwechseln mit Google-Suchvorschläge, diese sind Tatsachenbehauptungen.)
Ansonsten könnte die Frau Wulff ja klagen, was sie aber nicht tut. Sie beläßt es dabei, schweigt, läßt gegebenenfalls noch ihre Anwälte spreche und verweist ansonsten auf ihr Buch. Das demächst erscheint… Wurde das schon erwähnt?

Man kann also feststellen, dass Bettina Wulffs möglicherweise professionelle Ausübung bestimmter physischer Leistungen ausschließlich ins Reich der Fantasie zu verweisen ist. Dass sie wiederum nicht wüßte, wie man Sex zu Geld macht, da bleibt der Fantasie weniger Spielraum.

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