Zur Schwerkraft des Piraten

Zu den aktuellen Turbulenzen bei der Piratenpartei ein Gastbeitrag von Dr. Eichhorn:

Der Pirat an sich und als solches, dessen Ursprung ethymologisch im Altgriechischen πεῖρα zu suchen ist, dort dergestalt ein Anschläge verübender, ein Ausnützer der Situation und Schwäche ist, ist per se funktional im Politischen die Inkarnation des Horror vacui, eine Personalisierung der Diskursverweigerung; womit seine psychologische Wirkung der existenzialistischen „Lauscher„-Figur entspricht. Abseits von kultureller Dünkel in Bezug auf Körperhygiene und Haute Couture erzeugt seine Anwesenheit, unter Ausschluss persönlicher Sympathie, Unbehagen.

Die nun zunehmende Präsenz von Piraten im öffentlich-politischen, auch soweit die Nutzung elektromagnetischer Kommunikationsmittel betroffen ist sozialen, Diskurs berüht dabei die Präsenz- und Akzidenzfixierung der medialen Sphäre, deren rhetorische Hyperbolie eine Einordnung der Wechselwirkung zwischen Sender und Empfäger schwierig, bis unmöglich macht. Doch die dabei entstehende Wechselwirkung, nicht unähnlich einem parasitär/symbiotischen Interdependenz wird dabei durch potentielle Inkonsistenz der Inszenierung infrage gestellt.

Dabei werden durchaus auch Parteien zuerst durch Sym- und dann Empathieentzug innerhalb der medialen Sphäre zur Generation chaotischer Turbulenzen und mit Ihnen Vorstandsmitglieder fallen gelassen. Derartige Turbulenzen lassen sich umschreiben durch metereologische Phänomene, denen ein skatologischer Anteil zugeschrieben wird, was der schimpfwortkundlich-freudianischen Fixierung der Deutschen Öffentlichkeit entgegekommt.

Die Reaktion solcherdings Betroffener schlägt sich nieder in deren Vokabular und ist von besonderer linguistischer Bedeutung, die sich an der allgemeinen Gefährdung des Piratenwesens durch Erscheinungen der Moderne und ihrer durch Spezialisierung hervorgerufenen zivilisatorischen Ordnungsfixierung, sollte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die spontane Äußerung innerhalb des digital-sozialen Komplexes ihren Grundwert beibehält und zugleich durch Zeitnähe legitimiert.

Durch die Betrachtung der Äußerungen hierbei als Massepole innerhalb eines gravitonischen Systems sind natürlich Äußerungen über Rücktritte – rein betrachtet unter den Gesichtspunkten physikalischer Gesetzmäßigkeiten – vollkommen sinnlos, da sie voraussetzen, dass eine bezogene Position überhaupt geräumt werden kann ohne den Gesamtzustand des Systems zu verändern.

Es bleibt also festzustellen, dass die gravimetrische Evaluierung des Piraten unter den gegebenen Umständen einer explosiven Dekompression als „unter erschwerten Bedingungen“ zu vermerken, aber dennoch notwendig ist, denn die Masse bleibt gleich.

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