Urheberrechtsfonds für notleidende Künstler eingerichtet

Die deutsche Bundesregierung bemüht sich um deutsche Künstler. Ihnen liegt soviel an deren Aus- und Einkommen, dass sie ihnen sogar 20% der Einnahmen aus ihrem Werk zugesteht. Allerdings erst nach 50 Jahren.

Dieser Akt der Großzügigkeit rührt dennoch die deutsche Künstlerszene zu Tränen. In einer erste Stellungnahme des namhaften Komponisten für neutonale Marimbamusik, Joseph Schermannhausen, war der heute 87jährige wirklich berührt: „Niemals hätte ich erwartet, dass mir noch dieses Glück zu Teil wird,“ meinte der fragil wirkende, aber immer noch arbeitende Komponist in seiner Videobotschaft. „Wenn ich noch 15 Jahre lebe, bekomme ich vielleicht auch noch Einnahmen aus der Aufnahme meiner Symphonie Nr. 3 zu sehen und kann damit meine Hartz4-bezuschusste Rente aufbessern.“

Doch auch junge Künstler sind von der Neuregelung begeistert. So meinte der Neuköllner Nachwuchsrapper MC Bitchhammer (mit bürgerlichem Namen Rudolf-Thorsten Schmitt-Neurupp), als wir ihn telefonisch auf seiner Arbeit in einem Lidl erwischten: „Das verändert total meine Verhandlungsbasis mit meinem Label. Jetzt müssen die mir aber schleunigst einen anderen Deal geben.“

Auf der Seite der Musikverlage und Plattenfirmen gibt man sich dagegen zerknirscht: „Wir haben versucht das beste für unsere Künstler herauszuholen,“ teilte der Vorstandsvorsitzende der UniEmiWarSony auf dem Weg zum Golfplatz mit. „Wir hatten gehofft der fortlaufenden Enteignung von Künstlern durch den Verfall der Schutzfristen entgegen zu wirken, aber auch in dieser Bundesregierung gibt es gefährliche Tendenzen zur Sozialismus. Das es jetzt nur 70 Jahre geworden sind, dass trifft uns alle als Freunde und Kollegen der Künstler zutiefst.“

Hinweis: Zur Unterstützung von Kunst und Künstlern erklärt kaminkatze.de, dass der in 50 Jahren durch diesen Text erwirtschaftete Gewinn vollumfänglich an notleidende Rechtevertreter abgeführt werden soll.

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