Philip Rösler, Weihnachtsmann

einsamer_weihnachtsbaum

In dieser stillen, heiligen Nacht, an der die Menschen sich und der Nähe von Familie und Freunden erfreuen, an der selbstlos Geschenke verteilt werden, schmerzt es so sehr verlassen und einsam zu sein. Ein Gefühl, dass auch FDP-Vorsitzender Philip Rösler so gut kennt. Doch Weihnachten, hat er sich gedacht, Weihnachten ist die Zeit des Schenkens und eine Zeit in der die Menschen zusammenrücken müssen.

Doch es gibt vielem auf die herabgesehen wird. Von denen behauptet wird, dass sie ein schwarzes Herz haben, nur das Unglück der anderen ausnützen, um Gewinne abzuschöpfen. Doch nichts könnte ferner der Wahrheit sein: Auch Finaninvestoren sind Menschen.

Diese armen, armen, diskriminierten Wesen müssen im kalten Winter einsam durch die Straßen irren. Das Feuer, dass sie wärmt, müssen sie mit Geldscheinen und Wertpapieren am Leben halten. Selbst den Kaviar müssen sie roh verzehren, während draußen der kalte Wind um die verlassenen Finanzzentren von Frankfurt, London, New York, Singapur heult.

Arme Finanzinvestoren, dachte sich Philip Rösler.
Der Gedanke ließ den dynamischen, jungen Wirtschaftsminister nicht los. Es hielt ihn nicht länger vor dem Kaminfeuer, er sprang auf, zog sich eine rote Kutte an, holte seinen (sonst gut versteckten) Rauschebart hervor und ging hinaus, um den Finanzinvestoren zu zeigen, dass es auch an Weihnachten wenigstens einen gibt, der an ihr Wohl denkt; der weiß, wie einsam es vor den Börsentafeln werden kann und dass Rendite nicht Mamas Lebkuchen ersetzt.

Durch den tiefen Schnee, den es fast in Deutschland gegeben hätte, watete Philip Rösler, mit einem vollen Sack auf dem Rücken. Diese Weihnachten sollte sich keiner über die Finanzinvestoren lustig machen, sie ins gesellschaftliche Abseits drängen, sie diskriminieren oder sich über sie lustig machen. Denn er, Philip Rösler, würde sich um sie kümmern.

Und als er schließlich an ihre Türe klopfte, den Bart in seinem Gesicht noch einmal zurechtrückte, da öffneten ihm die vor Kummer gebeugten Gestalten und mit tiefer Stimme rief Philip Rösler: „Frohlocket! Der Heiland ist geboren!“ und mit Schwung schüttet er vor diesen armen Menschen den Sack aus, füllte den Gabenkorb mit rentable Privatisierungsobjekten, damit deren Gewinne nicht mehr dem herzlosen Staat, sondern diesen von der kaltherzigen Gesellschaft und der widrigen Witterung gebeutelten zugute kommen würde.

Und während die Finanzinvestoren, ausgezehrt und mit zittrigen Fingern nach Philip Röslers milden Gaben griffen, da machte sich der Wohltäter schon ganz still wieder auf die Reise. Ein bescheidener, wohltätiger Mensch, der den Geist der Weihnacht verkörpert, wie kein anderer: Philip Rösler…

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