Die Heiligen Drei Könige beim Dreikönigstreffen

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Auf dem Dreikönigstreffen der FDP hat es neben den üblichen politischen Botschaften auch symbolische Zeichen gegeben: Um die allgemeine Stimmung zu heben und ein Zeichen der Freude und Heimatverbundenheit der FDP zu setzen, empfing Parteichef Rösler eine Gruppe von Sternsingern, die auf der großen Bühne für ihn und die anderen FDP-Delegierten zuerst „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und anschließend „Heller Stern in der dunklen Nacht“ sangen.

Bei der anschließenden Aussprache forderte Philip Rösler eine Privatisierung der Sternsingerei und sprach für einen Chance für Deutschland Arbeitsplätze zu schaffen: „Sowohl der Staat, wie auch die Kirche dürfen nicht dem Markt im Wege stehen,“ so Rösler in seiner Rede. „Kinder dürfen nicht für deren Interessen mißbraucht werden. Dafür steht die FDP und dafür stehe ich als Parteivorsitzender.“

FDP-Fraktionsvorsitzender Brüderle stimmte seinem Chef anschließend zwar grundlegend zu, allerdings war in den Zwischentönen auch Kritik zu hören: „Die FDP steht für Freiheit. Freiheit auch für Kinder sich auf dem Arbeitsmarkt zu betätigen und sich entsprechend entlohnen zu lassen. Stil, Inhalt und Personen der Debatte müssen aber mit der Fraktion abgestimmt werden.“

Für Unmut sorgte allerdings erneut Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel, der es nicht an Kritik auch an der Parteiführung mangeln ließ: „Es zerreißt mich innerlich, wenn ich den Zustand der Partei sehe. Anstatt für Kinderarbeit, kämpfen wir vor allem untereinander. Das ist nicht das Team, dass gemeinsam für eine Bundestagswahl aufgestellt ist.“ In einem ersten Schritt versucht Niebel die Sternsinger mit Hilfe eines Steuersenkungsversprechens davon zu überzeugen FDP-Lieder zu singen. Dies wurde von den Delegierten mit Unmut aufgenommen. Vor allem Rainer Brüderle ließ in Zwischentönen auch Kritik hören: „Stil, Inhalt und Personen der Debatte müssen mit der Fraktion abgestimmt werden.“

Auch die Opposition ließ es nicht an Kritik gegenüber der FDP mangeln. In einer ersten Stellungnahme teilte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück mit: „Die FDP beweist mal wieder, dass ihr nicht näher liegt, als sie selber. Anstatt libertärer Floskeln fordern wir einen Mindestlohn für Sternsinger.“

Obwohl sie der Kritik an der FDP grundsätzlich zustimmen, distanzierten sich die anderen Oppositionparteien hingegen von Steinbrücks Aussage, nachdem bekannt geworden war, dass Peer Steinbrück selber als Sternsinger registriert ist.

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