Air Berlin – Über den Wolken muß die Freiheit des Managers wohl grenzenlos sein…

drachensteigen

Air Berlin, ein überaus sympathisches Unternehmen, bis vor kurzen noch geführt von dem allseits beliebten Hartmut „Onkel Eisenbahn“ Mehdorn, befindet sich leider in finanziellen Schwierigkeiten und bitte seine Angestellten die Sanierung zu unterstützen. Ja, zu den Angestellten hatte Air Berlin schon immer ein exzellentes Verhältnis. Man ist eine große Familie, die gemeinsam über den Wolken schwebt.

Zum Beispiel nach Großbritannien. Da betreibt man zwar fast nichts, und interessiert sich auch nicht dafür aber als Aktiengesellschaft britischen Rechts konnte man den Angestellten die unzumutbare, sie überfordernde Verantwortung der Unternehmensmitbestimmung erlassen. Keine leichte Entscheidung für die feinfühligen Manager der Firma, die doch alle deutsche Patrioten sind und waren. Aber für ihre Mitarbeiter waren sie zu diesem Opfer bereit.

Wie sehr sich Air Berlin um seine Angestellten kümmert bewies schon Mehdorns netter Vorgänger Joachim Hunold als er die Mitarbeiter der Tochterfirma dba zu ihrem Glück zwingen mußte. Sonst wäre er leider gezwungen gewesen die Tochterfirma zu schließen… Auch dies eine schwere, aber menschlich notwendige Entscheidung, die das über alle Maße hinausgehende Engagement des Managements bewies. Joachim Hunold, geschätzt und geliebt von seinen Mitarbeitern, bewiese mit seinem bescheidenen Gehalt von 1,7 Millionen Euro damals schon, wofür Air Berlin steht: Verantwortung, Bescheidenheit, Menschlichkeit.

Wohltätigkeit ist aber nur eine der Tugenden des sechstgrößten europäischen Flugunternehmens. Es steht auch für vorausschauende, zukunftsgerichtete Planung. Die Erfolgsgeschichte von Air Berlin momentan hat nur einen kurzfristigen Dämpfer erlebt. Immerhin hat das Management mit den über 500 Millionen Euro, die durch den Börsengang 2006 zusammen gekommen sind, auf eine langfristige Zukunftsstrategie gesetzt, die sich seitdem kontinuierlich ausgezahlt hat.

Nun gut, das Unternehmen hat in den Jahren seitdem mehr als 80% seines Wertes verloren und nur 2007 einen Gewinn eingefahren. Aber das sind die Umstände, die Zeit, die Finanzkrise, die Verzögerung des sicherlich total gewinnbringenden Flughafens BER… Soviel ist da zusammengekommen. Niemand konnte das voraussehen!
Das Management hat sich bemüht und selbst wenn man die defizitäre LTU oder defizitäre Strecken der TUIfly übernommen hat, dann hat man das nur aus Wohltätigkeit getan. Es ging immer um die Menschen! Um die Mitarbeiter!

Denn Air Berlin ist eine Fluggesellschaft mit Herz! Das Mitarbeiter ihr Geld für das Unternehmen opfern… Nur ein kaltherziger Egoist, der nicht die Visionen des Managements teilt und nicht an dessen bisher schon so erfolgreiche Führung glaubt, würde sich dem verschließen! Aus bloßem Eigeninteresse und aus Boshaftigkeit wollen die Gewerkschaften sich gegen Air Berlins Wunsch und damit seine Zukunft stellen.

So wird verantwortungsbewußtes, sozial bewußtes und erfolgreiches Unternehmertum in Deutschland kaputt gemacht. Es ist herzzerreissend das mit ansehen zu müssen.

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