Das Märchen vom Furunkel Der Partei

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Es war einmal…
…in einem Deutschen Land eine Partei, die gerne größer als die anderen Parteien sein wollte. Doch der armen Partei fehlte es immer an ein paar winzigen Zentimetern, um über die anderen Parteien herauszuragen. Da, eines Tages entwickelte sich am Arsch der Partei ein Furunkel. Zuerst war die Partei darüber sehr verärgert, aber dann bemerkte sie einen Vorteil: Sobald sie saß nahm sie mehr Platz ein und war größer als die anderen Parteien. Das freute die Partei sehr und anstatt den Furunkel beseitigen zu lassen, lernte sie mit dem Furunkel zu leben.

Doch eines Nachts als die Partei sich vom Schlafen während einer besonders langen Kabinettssitzung erholen wollte, hörte sie ein Stimmchen. Nein, nicht ein Stimmchen… Mehrere! Und sie kamen eindeutig von ihrem Arsch. Genau gesagt: Von ihrem Furunkel!

„Ich bin auch eine Partei!“ rief das Furunkel mit einer Fistelstimme. „Ich bin total wichtig! Die Wähler lieben mich!“

„Genau!“ stimmte ihm eine zweite Stimme zu und eine Menge andere kleiner Stimmchen aus dem Furunkel stimmten zu.

„Ruhe!“ befahl die Partei. „Ich habe Regierungsverantwortung. Ich muß morgen arbeiten. Und du Furunkel mußt mit mir auf der harten Regierungsbank sitzen. Also halt Deine Klappe und laß mich schlafen.“

Zwar schwieg das Furunkel sodann, doch die Partei lag noch lange wach: „Heilige Scheiße,“ dachte sie sich. „Ich habe ein sprechendes Furunkel am Arsch. Hoffentlich merkt das niemand.“

Zuerst ging am nächsten Tag alles gut, bis es dann in den Regierungsgeschäften um irgendeine Steuer oder etwas ähnlich bürokratisches ging. Nichts was der Partei normalerweise Kopfschmerzen bereitet hätte, als…
Da plötzlich merkte die Partei, wie das Furunkel sich aufblies. Es wurde immer größer und größer. Zuerst fand die Partei es super, wie sich auf ihrem Platz immer höher stieg und sich immer wichtiger vorkommen konnte. Doch dann merkte sie wie sie dabei ins Wanken geriet. Vor lauter Furunkel am Arsch konnte sie sich kaum noch auf ihrem Platz halten.

Zudem begann das Furunkel lauthals zu krakeelen. Zwar schenkte niemand den Worten des Furunkels irgendwelche Aufmerksamkeit, denn alle waren viel zu sehr darüber verwundert, dass das Furunkel am Arsch der Partei zu sprechen begonnen hatte. Und als niemand auf das Krakeelen des Furunkels reagierte, begannen sich die verschiedenen Stimmen des Furunkels untereinander zu streiten.

Die Partei versuchte mit einem sphinx-artigen Lächeln die Situation zu überspielen. Versuchte sich auf ihrem Platz festzuhalten, indem sie sich an der Stuhllehne festhielt, aber sagen konnte sie nichts mehr, denn das sprechende Furunkel übertönte sie völlig.

Doch die anderen Parteien entging das nicht und begannen Wahlwerbung zu machen: „Wollt ihr Politik oder wollt ihr ein Furunkel?“ stand landauf, landab auf Wahlplakaten zu lesen. Insgeheim lachten viele im Land über die Partei und das sprechende Furunkel an ihrem Arsch.

Die Partei war das nicht nur peinlich, sie bekam es langsam auch mit der Angst zu tun: Denn wer würde sie noch ernst nehmen? Zudem stritt stritt sich inzwischen das Furunkel nicht nur mit sich selber, sondern es fiel der Partei auch ständig ins Wort und tönte auch noch in die Welt hinaus, dass die Partei sie – das Furunkel – benötigte. Und nicht das Furunkel die Partei. Alles was die Partei sagte oder tat, mußte das Furunkel kommentieren und darüber streiten. Selbst nachts, wenn die Partei sich einfach nur erholen wollte, hielt das Furunkel nicht still und posaunte irgendwelche Gesetzesvorschläge hinaus oder stritt sich mit sich selber.
Nach zahllosen schlaflosen Nächten entschied die Partei, dass die Zeit gekommen war, das Furunkel entfernen zu lassen. Noch eine Wahl, nur eine Wahl noch wollte sie mit dem Furunkel durchhalten…

Da geschah es in dem schönen Land Niedersachsen, zwischen Kohlfeldern und Wattenmeer, das die Partei mal wieder wegen des Furunkels vom Stuhl fiel. Bereits Monate vorher hatte das Furunkel rumort, hatte geeitert, sich ständig bemerkbar gemacht, hatte am Arsch der Partei geschmerzt. Und nun nachdem die Partei alles getan hatte, für sich und das Furunkel, war sie doch vom Stuhl gefallen und das Furunkel feierte selber.

Während es für die Partei richtig schmerzhaft war und sie mit zusammengebissenen Zähnen versuchte die Haltung zu wahren, mußte sie zuhören, wie das Furunkel jubilierte und tobte und die Korken knallen ließ und auf die Pauke haute…
Und da die Pauke die Haut der Partei war und sie es nicht länger ertrug, beschloss sie leise für sich: „Morgen, morgen gehe ich zum Arzt und laße mir das Ding wegschneiden!

Und wenn die Partei bei der OP nicht gestorben ist- was bei dieser Art des Eingriffes medizinisch mehr als unwahrscheinlich ist – dann lebt sie noch heute, während das Furunkel fachgerecht entsorgt wurde.

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