Qualitätsjournalismus – Jetzt auch bei kaminkatze.de

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Nachdem die Deutschen Zeitungsverleger heute den Erfolg des Leistungsschutzrechtes (LSR) im Bundestag feiern konnten, wollen Sie nun sich nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen. Im Gegenteil! Gemeinsam wollen sie in das von Google zwangsgeräumte Geschäftsfeld vorstoßen. „Wir befinden uns im Gespräch mit einigen der kreativsten Köpfe der Medienbranche,“ hieß es in einer Pressemitteilung des beim Leistungsschutzrecht führenden Verlages Axel Springer.

Bisher sind nur Gerüchte im Umlauf, wie genau der gemeinsame Vorstoß der Presseverlage aussehen soll, doch anonymen Quellen zufolge, handelt es sich um ein technisch ambitioniertes Projekt, in dass mehrere Millionen durch Redaktionszusammenlegungen eingesparte Euro fließen sollen. „Wir werden Google frontal angreifen,“ sagt dazu der Sprecher des Deutschen Verlegerverbandes VDZ, der sich deutlich gesprächiger als viele seiner Kollegen zeigt. „Wir spielen mit offenen Karten, im Gegensatz zu denen aus dem Silicon Valley,“ erklärt er dazu. „Auch unsere Kritiker werden wir mit unserer Arbeit von der Berechtigung unserer Anliegen überzeugen.“

Bereits jetzt wird nach seinen Informationen die Bedürfnisse des Deutschen Internetnutzers von Spezialisten analysiert und ein maßgeschneidertes Angebot kreiert, „so wie es der Mann und die Frau von der Straße vom Qualitätsjournalismus“ erwartet.

„Wir haben nicht mehr vor, als Google überflüssig zu machen,“ meint dazu eine Vertreterin des ebenfalls für das Leistungsschutzrecht streitenden Handelsblatts. „Wir sind eine neutrale, journalistischen Standards verpflichtete Nachrichtenquelle; Google ist das institutionalisierte Piratentum aus den kapitalistisch enthemmten USA. Es ist klar, wer das bessere Angebot für Deutschland schaffen kann.“

Experten schätzen die Statements aus der Pressebranche als ein Zeichen ein, dass es sich um eine neue Suchmaschine handeln könnte, die gezielt Qualitätsnachrichten aggregiert. Hier, in einer zentralen Anlaufstelle, für den Bildungs- und Nachrichten-hungrigen Bürger soll das Beste vom Besten des deutschen Netzes in einer übersichtlichen Art und Weise zugänglich gemacht werden. Dezente Werbeangebote sollen dabei den hochwertigen Eindruck des neuen Produkts nicht entwerten. Im Gegenteil sollen die Nutzer persönlich sich über informative Werbung freuen können. All dies soll in einem einzigartigen Zusammenschluß der Deutschen Verleger heraus entstehen, die dann gemeinsam von der Einrichtung dieses Angebots profitieren.
„Die Apotheose der Deutschen Medienidiosynkrasie!“ nennt dies etwa lobend der Journalismusexperte Dr. Eichhorn.

Auch wenn bis auf die Andeutungen der Verleger bisher nur ungefähres über deren, das Deutsche Netz umwälzenden Ambitionen bekannt ist, so ist ein Detail doch schon durchgesickert: Das Angebot soll jeden Donnerstag für 7,90 Euro am Kiosk erhältlich sein.

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