PETA rettet Schrödingers Katze

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Die Tierschutzorganisation hat die Katze des Physikers Erwin Schrödinger aus einem bereits Jahre andauernden Experiment befreit. Die Katze war von dem skrupellosen Wissenschaftlern in eine Stahlkammer eingesperrt worden, die an eine vom Physiker selber als „Höllenmaschine“ bezeichnete, radioaktiv betriebene Apparatur zur Freisetzung von Giftgas angeschlossen war. Seit dem Beginn ihrer Gefangenschaft befand sich das Tier deswegen in Todesangst, wie die Tierschutzorganisation an die Presse mitteilte. Es sei noch nicht einmal sicher gewesen, ob die Katze noch am Leben gewesen sei oder nicht.

PETA fordert nun den Physiker wegen Tierquälerei anzuklagen. Das der Tod der Katze nur einer von verschiedenen möglichen Ausgängen des Experiments gewesen ist, lassen die Tierschützer als Argument nicht gelten. „Wollten Sie etwa an der Stelle der Katze sein?“ war die rhetorische Gegenfrage des PETA-Sprechers, der anläßlich einer Pressekonferenz mit Journalisten die spektakuläre Freilassung der Katze stattfind.

Derweil gibt es unter Physiker deutlichen Widerspruch gegen die PETA-Aktion. Davon dass Erwin Schrödinger in den Kollaps einer Modewelle verstrickt sei, wurde mehrfach gesprochen. „Schrödingers Katze hat einen wichtigen Beitrag zur Quantenphysik geleistet,“ teilte Prof. Dr. Rinzberger von der ETH Zürich mit. „Auch wenn PETA uns nun als Tierquäler bezeichnet und es ihnen genau darum geht, wir lassen uns nicht so einfach festlegen.“

Trotz der Widerstände aus Wissenschaftskreisen sollen Erwin Schrödinger und ein Assistent von ihm mit Namen Wigner, wegen Tierquälerei angezeigt werden. Doch langfristig will PETA einen Schritt weitergehen und fordert deswegen den Verbot von Tierversuchen in der Physik. „Auch wenn dieser Bereich sicherlich nicht so groß ist, wie Tierversuche zum Zweck von Medikamententests, kann die Öffentlichkeit hier nicht länger ein Auge zudrücken,“ stellte der PETA-Sprecher fest. „Wir erörten zur Zeit genaustens, ob bei Maxwells Dämon auch ein Eingreifen notwendig ist.“

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