Der Fall Hoeneß und der Sieg gegen Real Madrid

rhinozeros_duerer

Obwohl unser Korrespondent Rhintosseros sich nicht mit Fußball auskennt, haben wir ihn gebeten einen Einschätzung der aktuellen Kontroverse um den Manager des FC Bayern, Ulli Hoeneß, zu verfassen:

Ulli Hoeneß wurde zu früh vorverurteilt. Gestern abend hat der FC Bayern München bewiesen, wozu er – trotz oder gerade wegen Hoeneß – fähig ist. Barcelona war kaum ein Hindernis und wurde vom Platz getrollt. Man fragt sich glatt, ob da etwas war.

Warum also die ganze Aufregung um Deutschlands erfolgreichsten Fußballmanager? Falls Hoeneß tatsächlich Geld des FC Bayern hinterzogen haben sollte, so gibt eine einfache Kosten-Nutzen-Rechnung bereits alle Antworten auf die wichtigsten Fragen: Was trifft den Verein schwerer, der Verlust von Geld oder der Verlust von Hoeneß? Die Antwort hat man gestern auf dem Platz bekommen.

Dennoch gehen die Anfeindungen gegen Hoeneß weiter und bisher ist er selber kaum zu Wort gekommen. Und wenn er ihm dann endlich Raum in der Deutschen Presselandschaft eingeräumt wird – natürlich nur unter Zeitdruck, direkt nach dem Spiel – dann spricht er von Scham, von einem Riesenfehler und das nur noch seine Familie zu ihm steht. Das sollten sich all die Fans einmal durch den Kopf gehen lassen. Die öffentlichen Anfeindungen, von der Bundeskanzlerin angefangen, müssen aufhören. Der Mann hat in Barcelona das Deutsche Volk repräsentiert wie sonst nur Frank Ribéry. Alleine dafür müssen wir ihm dankbar sein.

Auch wenn Messi nicht auf dem Platz stehen konnte, hätte der Sieg des FC Bayern kaum eindeutiger ausfallen. Es war richtig, dass der FC Bayern sich um die Verletzten und Kranken kümmert, wie sonst kein anderer Verein in Deutschland. Es war nicht nur Souveranität, derartige Entscheidungen sind Hoeneß‘ Markenzeichen, der sich durch sein soziales Engagement auszeichnet. Einen Kranken wie Messi nicht spielen zu lassen – selbst wenn es um den Ruf geht – das spricht nur für den Mann!

Die Debatte muß deswegen jetzt schnellstmöglich beendet werden. Das Endspiel gegen Wembley steht bevor und der FC Bayern muß sich darauf konzentrieren. Gerade wenn es darum geht, dass hier eine Deutsche Mannschaft einmal die Chance hat auf dem internationalen Parkett, gegenüber einer ausländischen Mannschaft zu präsentieren.

Um also dem FC Bayern, als einzigem Vertreter und Vorbild der Deutschen, eine faire Chance zu geben, muß die Angelegenheit der angeblich hinterzogenen Millionen wieder zu dem werden, was sie ist: Eine Streitsache, die der Privatmann Ulli Hoeneß mit dem Vorstand der geschädigten Parteien alleine aushandelt.

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