Wissenschaft im praktischen Einsatz – Heute: Grillen!

Carl Spitzweg - Eremit, ein Hühnchen bratend (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Universität Nordrheun-Hünsruck hat sich nicht nur um die Deutsche Küche, sondern um die der ganzen Welt verdient gemacht. Bereits jetzt sind internationale Starküche verzückt. So twitterte beispielsweise der spanische Starkoch Herman Almuna-Fernandes y Rodrigues: „Die Deutschen retten unsere Küche!“ Ebenso begeistert – wenn auch mit typisch britischem Understatement – der britische Koch und königliche Hoflieferant Gordon Olivier: „Ich hätte niemals gedacht, dass aus Deutschland jemals etwas Gutes kommen könnte. Ich muß zugeben, ich habe mich geirrt.“ Auch aus Frankreich, Italien und vor allem den Grill- und Barbecue-begeisterten Ländern Nord- und Südamerikas kommt großes Lob für die kleine Deutsche Uni.

Dort ist man gleichermaßen erfreut, wie auch überrascht über das internationale Lob. Das Team der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät um die Professorin Dr. Dr. Ingrid Hammstett-Röhnfeld versucht bescheiden das Lob zu zerstreuen. „Wir hätten niemals gedacht, dass wir soviel Aufmerksamkeit für unsere Arbeit bekommen würden,“ so die Professorin bei einer kleinen Feierstunde im Uni-Foyer. „Es ist selten, dass eine einfache Formel das Leben der Menschen so fundamental beeinflußen kann.“

Doch aus den Küchen der Welt hört man ganz andere Töne: „Wir wissen garnich‘ was wir ohne machen würden,“ so ein grillbegeisterter Deutscher Hobbykoch auf dem Wildäcker Grillplatz im Münchner Süden. „Gerade wenn man eine große Familie is‘. Jetz‘ können wir ganz einfach mein Holzfällersteak, die Bratwurst für unseren Sohn, mit dem Fisch für meine Frau und der Tofuschnitte von meiner Tochter zusammen aufs Feuer legen. Vorher hat das nie gepaßt.“ Damit ist diese Familie ein Beweis mehr, dass die „Formel zur Berechnung der optimalen Verteilung von Grillgut der Menge X in Bezugnahme unterschiedlicher Esspräferenzen und einer begrenzten Grillfläche Y“ – so der offizielle Name – trotz mehrfacher Potenzen und insgesamt 31 Unbekannten zu kompliziert für den Laien ist.

„Ne, wenn ich dran denke, was das früher immer für ein Geschrei war, wenn jemand auf sein Essen warten mußte,“ erklärt eine Frau aus einem Nürnberger Vorort, die gerade beim Verteilen von insgesamt 16 verschiedenen Grillwaren auf einer kaum 30 cm^2 Fläche war. „Aber jetzt nehme ich mir gerne den Vormittag Zeit, um das optimal auszurechnen, bevor wir den Griff anfeuern. Das ist alles kein Problem mehr.“

Dennoch möchte man an der Universität Nordrheun-Hünsruck nichts über die Gerüchte über die mögliche Vergabe des Friendsnobelpreises an das Team wissen. „Wir hatten das eigentlich nur so bei unserem gemeinsamen sommerlichen Betriebsausflug errechnet,“ so Initiatorin Frau Dr. Dr. Hammstett-Röhnfeld, während sie in ein Brötchen mit einem Nackensteak biss, das trotz der gleichzeitigen Zubereitung mit einem Lachssteak nicht fischig schmeckte. „Obwohl es natürlich eine ausgesprochene Ehre ist mit den Entdeckern des Higgs-Bosons in einem Atemzug genannt zu werden.“

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