Die Gesellschaft der Narren

goya_funeral

Wir sind eine Gesellschaft der Narren. Wir haben ständig Spaß und sie zu unserer gegenseitigen Unterhaltung da. Ja, wie könnte ein Freund auch zu etwas anderem da sein? Ein guter Freund ist ein Freund, der dafür sorgt, dass ich mich amüsiere. Ein schlechter Freund ist ein Freund, der mich ärgert. Es gibt nichts schlimmeres als frustrierte, ärgerliche und wütende Mitmenschen.

Diese Nervensägen strapazieren unseren Alltag und wollen sich einfach nicht integrieren. Mit ihrem nervigen, ich-bezogenen Auftreten und ihrer Empörung über dies oder das gehen sie alle um sie herum nur auf die Nerven. Es ist deshalb notwendig, diese Spaßverderber von der Gesellschaft zu isolieren: Sollen sie doch woanders ihren Frust ablassen und sich alleine über irgendetwas aufregen. Es gibt nichts Schlimmeres als das Fremdschämen über diese Rechthaber, die glauben, dass sie anderen ihre Empörung aufdrängen können, bloß weil sie davon ausgehen, dass auch andere Menschen sich an etwas stoßen könnten.

Nein, wir haben keine Probleme! Wir stoßen uns nicht! Wir haben Spaß, möchte man ihnen zurufen. Behaltet Eure Wut, Euren Ärger und Eure Frustration! Verkriecht Euch irgendwo und laßt die Frustration in der Isolation zur Depression werden, wenn Ihr schon nicht an dem ganzen, ständigen Vergnügen teilhaben wollt, das wir haben während wir uns in unserem alltäglichen Leben amüsieren. Ist ja nicht unser Problem, dass ihr nicht gelernt habt, damit umzugehen! Sowas läßt man nicht raus! Sowas steckt man ein! Das lernt man bereits von Kindesbeinen ab.

Man sollte mit diesen modernen Barbaren nicht zu zimperlich umgehen. Sie sind ja bereits entrüstet, enttäuscht, wütend. Man kann also garnichts schlimmer machen. Denn das schlimme an diesem Verhalten ist ja, dass die da Gleichgesinnte suchen. Aber sowas in unserer Gesellschaft aufkommen zu lassen, ist ganz und garnicht unsere Sache. Probleme hat jeder für sich alleine! Das betrifft niemandem außer Dir selbst!

Wir sind die Gesellschaft der Narren. Das Lachen und das Amüsement ist unser Metier, dass wir ständig mit anderen teilen und dem wir uns hingeben. Wir können es uns nicht leisten, dass uns jemand bei dem Bemühen stört Spaß zu haben!

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14 Antworten zu Die Gesellschaft der Narren

  1. Frau Körb schreibt:

    Verehrte Damen und Herren,
    diesmal muss ich Ihnen leider widersprechen, ist doch die gesellschaftliche Narretei noch viel zu hoch gegriffen, um den momentanen Zustand der allgemeinen Verblödung zu benennen. Wir sind zu einer Gesellschaft der Grünpflanzenverwerter verkommen, die nicht einmal mehr aufschaut, ob oben die Sonne scheint, oder ob sie im Stall unter künstlichem Licht steht.
    Die Verzweiflung darüber kann ohnmächtig machen, oder aber sie schlägt ins aktive Handeln um. Was immer hilft, ist ein gescheiter Brand (in Maßen!!!!), da er die Sinne zurückbringt und Denknischen eröffnen kann, die im allgemeinen Treibenlassen einfach zugeschüttet werden von Dummheit, Ignoranz und Egoismus der anderen.
    Geschätzte Autoren, lassen Sie sich versichert sein, es gibt mehr, die so denken wie Sie und das wiederum finde ich immer ein wenig beruhigend, dass man nicht allein gegen den Strom schwimmt, oder wie wir eingangs ausführlich diskutiert haben – gegen den Wind pinkelt.
    Mit herzlichen Grüßen
    Frau Körb

    • kaminkatze schreibt:

      Sehr geehrte Frau Körb,

      Sie überraschen uns gerade ausgesprochen: Handelt es sich bei der hellen Lichtquelle dort draußen nicht um eine von den Betreibern des planetaren Menschenzoos betriebene Lampe? Sie scheinen anderer Meinung zu sein…

      Wir empfehlen deswegen nicht allzu sehr zu Verzweifeln. Natürlich sind die Bedingungen im Zoo nicht immer so, wie man sie sich wünscht. Aber stellen Sie sich doch einfach einmal vor, wie schrecklich es dort draußen in Freiheit sein muß. Wenigstens haben wir hier eine Lichtquelle und unregelmäßige Mahlzeiten.

      PS: Das gegen den Strom schwimmen ist eine gute Idee. Wir haben gehört, dass für solche und andere Kunststücke die Zoobesucher extra Leckerli in die Käfige werfen.

      • Frau Körb schreibt:

        Verehrtes Team Turbo,
        es überrascht mich jetzt wiederum, dass Sie bei Ihren extraplanetaren Ausflügen die Freiheit nicht genießen konnten. Ihre bisherigen Abenteuer ließen nie vermuten, dass Sie unzufrieden wären mit Abwechslung und regelmäßigen Mahlzeiten.

        Was die Zoobesucher anbetrifft, so glaube ich nicht, dass Sie von den in den Gängen patroullierenden fränkischen Untergrundelitesoldaten irgend etwas erhalten, außer Sie schaffen es, gegen den Strom im günstigen Wind durch Ihr engmaschiges Gitter einstrahlig zu pinkeln und dem Vorbeimarschierenden die rot-weiße Flagge am linken Ärmel zu durchnässen.

        Bei Ihrer Größe wäre es ein Versuch wert, zumal die Franken gerade stark mit ihren hefepilznasigen Politikern beschäftigt sind und dies ihre Reaktionszeit erheblich verzögert, was Ihnen wiederum einen gewissen Vorsprung bieten könnte.

        Mit herzlichen Grüßen aus dem Nachbargehege
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Sie haben natürlich vollkommen recht, dass ein Ausbruch aus dem Zoo durchaus in Angriff genommen werden sollte. Man muß allerdings nicht nur den Käfig im Auge haben, sondern auch die diversen Barrikaden und Hindernisse jenseits davor. Was bringt es schon, den Käfig hinter sich zu lassen, bloß um dann an der den Zoo umgebenden Brandmauer zu scheitern.

        Derzeit beschränken wir uns darauf das angebotene Essen zu verschlingen, dumm auszusehen und die Besucher des Zoos mit diversen Ausscheidungen zu bewerfen. Zugegebenerweise ist das auf Dauer kein haltbarer Zustand, aber wir arbeiten derzeit daran den Zoo zu kartieren, die Patrouillen der Wächters zu protokollieren und an einer Ausstiegsstrategie zu arbeiten.

        Wir sind optimistisch und freuen uns darauf, dass auch Sie ihre Wächter bereits einer kritischen Betrachtung unterzogen haben.

        Von einem Käfig zum nächsten, verbleiben wir – wie immer –
        Ihr Team kaminkatze.de

      • Frau Körb schreibt:

        Da ich mit dem mir gebotenen Essen überhaupt nicht niemals übereinkommen kann, versuche ich bis auf weiteres die Vogel-Strauß-Taktik durchzuhalten und mit dem Kopf im Sand aktiv in den Untergrund hineinzuoperieren.

        Sollte ich demnächst in Australien durchbrechen, werde ich mich per Rauchzeichen über den Ozean melden, ansonsten wird die Kommunikation derzeit etwas eingeschränkt werden, da die Patroullien auf Morsezeichen im Boden sehr stark reagieren und die Sicherheit überall lauert.

        Ich hoffe, dass sich spätestens in einem Monat die Wogen geglättet haben und die Mauer nur noch raucht, so dass aktive Pläne zum Umsturz der Massen geschmiedet werden können.
        Herzliche Grüße
        Ihre Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Wir können ihrer kritischen kulinarischen Analyse nur zustimmen: Das Essen würde sicherlich als Verstoß gegen die Genfer Konvention betrachtet werden, wenn wir uns denn in einem offiziellen Gefängnis befinden würden.

        Ihr Ausbruchsversuch ist natürlich nur unterstützenswert, obwohl die Australier natürlich von den Briten abstammen, so daß wir nicht ganz sicher sind, ob sie in Australien auch auf besseres Essen stossen werden. Aber davon soll man sich natürlich nicht entmutigen lassen.

        Wir werden hier auf jeden Fall weiter damit fortfahren, die Zoowächter mit Ausscheidungen zu bewerfen (wir haben möglicherweise schon ein nervöses Zucken bei ihnen bemerkt) und geduldig auf Rauchzeichen von Ihnen warten.

      • Frau Körb schreibt:

        —–Psst! Der Plan —– ist ein anderer ——— wir im Untergrund graben uns ———— FÜÜÜÜFÜÜÜÜÜÜÜFÜFÜFÜÜÜÜÜ Ich? Nein, ich singe nicht. Natürlich weiß ich, wie spät es ist. Wenn die es meinen. ——————- wir graben uns ins Kanzleramt und fressen uns durchs Hour d’oevre —– wie auch immer dieses Zeug zu nachtschlafener Zeit geschrieben wird. Sollen ——— JA! ——— wir Ihnen etwas mitbringen bzw. vorbeischicken lassen? –JA VERDAMMT!——— die Franken erwachen, auf bald ————

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Offensichtlich haben Sie einen ausgesprochen detaillierten Plan, um eine zukünftige, angemessene Ernährung sicherzustellen. Nur zur Sicherheit: Falls Sie erfolgreich ins Kanzleramt kommen, stellen Sie sicher, dass der Pofalla nicht dort ist. Der ist nämlich ein ganz gemeiner Spanner und Voyeur.

      • Frau Körb schreibt:

        Der Pofalla ist überhaupt nicht das Problem! Nichts ist so gelaufen, wie geplant, denn es ist alles überhaupt ganz anders, als wir es uns je hätten ausdenken können!

        Ich weiß, Sie bleiben lieber in Ihren sicheren Hallen, was ich sehr verstehen kann. Dennoch muss ich Sie zur Erklärung meiner Worte kurz herüber bitten, da die absolute Entdeckung in Berlin sich nicht in noch kürzere Worte fassen lässt.

        Mit herzlichen Grüßen und immer noch ein wenig staubig
        Ihre Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Es ist natürlich erst einmal eine Freude zu hören, dass Sie ihren Ausbruch in das Bundeskanzleramt wohl trotz allem heil überstanden haben. Man mag ja heute garnicht darüber nachdenken, was mit normalen Bürgern passiert, die sich in die politische Arena begeben. Die Berichte über das Zerfleischen harmloser Wahlberechtigter durch wilde politische Tiere sind ja immer wieder äußerst beunruhigend.

        Das sie nun trotz allem wieder an einem Stück (?) bei sich zuhause angekommen sind, sollte man deshalb nicht als geringe Leistung abtun. Im Gegenteil! Das sie dabei auch noch authentische Berichte aus diesem äußerst gefährlichen Biotop mitgebracht haben, ist hingegen wirklich ein großer Verdienst.

        Chapeau, Madame!

      • Frau Körb schreibt:

        Merci beaucoup mais je cannot remember quand je spelle se wordse particulair en francais excusez-moi!

        Aber: die wilden politischen Tiere gibt es nicht! Es ist alles ein Schein, der trügt, da er nicht trägt und schon gar nicht zum Bezahlen taugt ha ha welch Witz der sich nicht einmal reimt- alles Folgeerscheinungen des Aufenthaltes im Amt, zumal Herr Gott meines Erachtens wieder eimal seine Hände im Spiel hat, was an den Schnapswölkchen in der Bannmeile gut zu erkennen war, wie ich nachträglich feststelle.

        Die Käfiggitter scheinen aus Zuckerwatte, vielleicht auch aus gefärbten Salzstangen – ich bin verwirrt.
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Es ist ausgesprochen beruhigend zu hören, dass Sie – trotz aller Widernisse – heil zurückgekehrt sind. Wir sprechen hier garnicht einmal von den möglichen körperlichen Schäden. Nein, besonders erschreckend sind ja immer die psychischen Langzeitfolgen. Wenn man sieht was einmal mit all diesen Menschen passiert ist, die einmal in Berlin in der Regierung waren… Schrecklich, schrecklich!

        Was die Zuckerwatte und die Salzstangen betrifft, so sind wir momentan – hier in der Redaktion – unsicher, ob es sich dabei um solche Langzeitfolgen handeln könnten. Sicherheitshalber empfehlen wir Ihnen allerdings nicht in das Käfiggitter zu beissen, damit ihre Zähne geschont bleiben. Bei den heutigen Zahnarztkosten ist so etwas wirklich nicht wünschenswert. Vielmehr ist es sicherlich sicherer, wenn Sie für das Käfiggitter weiterhin eine Feile verwenden. Wir können Ihnen gegebenenfalls eine Laib Brot mit einer solchen zukommen lassen.

      • Frau Körb schreibt:

        Danke für Ihre Fürsorge!
        Derzeit versuche ich aber, mit Nulldiät und diversen Duftstoffen, wie Lavendel oder Zitronenöl die Katze aus dem Sack zu lassen und wieder auf den Zug der Zeit aufzuspringen.
        Wobei: es ist durchaus entspannend, auf einem Haufen Zuckerwatte zu kleben und Salzstangenmikado zu spielen.
        Wie sagte doch die Frau K. so schön: nach der Wahl ist vor der Wahl und wenn es nur die zwischen Kuhfladen und Pferdeapfel ist.
        Seien Sie gegrüßt
        Ihre Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Bitte lassen Sie die Katze nicht aus dem Sack. Sie wissen garnicht wieviel Mühe es war, sie dort unterzubringen und sie dann in den Kamin zu stecken.
        Vielen Dank!

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