Wieder einmal die Leidtragenden der USA!

J.O. Davidson - USS Monitor in action with CSS Virginia (Quelle: Wikimedia Commons)

In den USA haben sich Republikaner und Demokraten auf einen Kompromiss im Haushaltsstreit geeinigt. Amerika ist gerettet. Doch im Schatten dieses freudigen Ereignisses gibt es eine Gruppe an Menschen, die hart unter dieser Entwicklung leiden muß: Der Anti-Amerikaner.

Wo soll der Anti-Amerikaner jetzt noch seine anti-amerikanische Unterhaltung herbekommen, wenn nicht von US-amerikanischen Politikern? Selbst ein paar Hundert Ertrunkene führen bei uns ja nicht zu einem ordentlichen Shutdown. Die europäischen Länder bieten also keinesfalls einen vergleichbaren Unterhaltungswert, vor allem weil dort ein paar ungebildete, von Milliardären alimentierte Fundamentalisten gleich den ganzen Staat an den Rand des Bankrotts führen können, bloß weil sie an der geifernden Maul-und-Klauenseuche erkranken, wenn Bedürftige eine Krankenversicherung bekommen.

Woran kann man der Anti-Amerikaner sich also jetzt noch erfreuen, wenn kein kleines Grüppchen von Ideologen aus innenpolitischen Gründen die Weltwirtschaft aufs Spiel setzt? Die Dauerbeobachtung aller US-Freunde durch die NSA hat längst ihren Reiz verloren und es hat auch schon seit fast einem Monat kein ordentlicher Amoklauf mehr stattgefunden. Was für eine Gelegenheit war da der Shutdown! Gerade hatte der Anti-Amerikaner eine weitere amerikanische Flagge zum Verbrennen gekauft und wollte den Untergang des Hegemons feiern, da muß er das Freudenfeuer schon wieder löschen. Er ist wirklich bemitleidenswert.

Zwar gibt es für den Anti-Amerikaner die vage Hoffnung, dass sich das Schauspiel vielleicht doch noch einmal wiederholt, wenn im Januar oder Februar den USA schon wieder das Geld ausgeht, aber dennoch wird er heute sicherlich eine Krokodilsträne im Knopfloch zerdrücken, da seine Hoffnungen schon bei allen vergangen Shutdowns immer wieder und wieder enttäuscht worden sind.

Es ist wirklich bezeichnend, dass die USA in ihrer arroganten Überheblichkeit keinerlei Mitleid gegenüber ihren treuesten Beobachtern zeigen und nun einfach wieder zur politischen Tagesordnung des Drohnenkriegs und der Wirtschaftsspionage übergehen wollen.

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