Und dann kam Winter vorbei…

Ivan Shishkin - First Snow (Quelle: Wikimedia Commons)

„Huhu! Hallo! Ich wollte mal wieder vorbeikommen…“

„Winter! Das ist ja… wirtklich, wirklich schön, dass Du…“

„Ja, ich bin gerade um die Ecke und da dachte ich mir, ich komme einfach mal vorbei.“

„Toll, Winter, ganz toll! Ich bin aber noch am Arbeiten hier und…“

„Und guck mal was ich hier habe! Klingeling! Klingeling!“

„Winter, könntest Du bitte die Glöckchen aus meinem Gesicht nehmen.“

„Aber freust Du Dich denn garnicht auf Weihnachten! Und guck mal was ich noch dabei habe!“

„Winter, bitte! Ich… Winter, Du kannst mir hier nicht die Tastatur zuschneien…?“

„Und das hier auch noch!“

„Winter, bitte rüttele nicht am meine Stuhl. Winter, könntest Du bitte…“

„Aber das ist Straßenglätte!“

„An meinem Stuhl zu rütteln ist keine Straßenglätte. Und jetzt hör endlich auf!“

„Aber ich habe noch garnicht angefangen.“

„Winter, jetzt… JETZT HALT‘ EINFACH MAL DIE KLAPPE! Muß man immer gleich grob mit Dir werden?! Wir haben Oktober. Das ist Herbst! Wir haben Herbst, okay? Du bist noch nicht dran. Erst in acht Wochen.“

„Sechs!“

„Dann meinetwegen sechs! Aber jetzt hast Du hier noch nichts zu suchen. Also, verpiss Dich!“

„Weißt Du, ich habe ja gedacht, dass Du netter zu mir bist. Da bringe ich Dir Weihnachten und Sylvester und Skiurlaub und all das und dann sowas…“

„HAU EINFACH AB! ICH MUSS ARBEITEN!“

„Fein… Dann gehe ich eben.“

„…“

„VERDAMMT, WINTER! LASS DAS LICHT AN. WINTER, HÖRST DU MICH? SCHALTE SOFORT DAS LICHT WIEDER AN!“

Advertisements
Dieser Beitrag wurde unter Alltag abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

13 Antworten zu Und dann kam Winter vorbei…

  1. Frau Körb schreibt:

    Köstlich! Ich sehe, Sie bereiten sich aktiv auf die Dramen unter dem Tannenbaum vor, wenn der kleine Winter von der Tante April ein tolles Lego Starwars Action Supergeil Megacult Raumschiff geschenkt bekommt, nach zwei Stunden wütend dreihundert der achttausendneunhundertunddrei Teile in die Fußbodenritzen stampft, Mutter und Vater Winter dann bis drei Uhr morgens fluchend über der Bauanleitung sitzen, die heuer nur noch in Indichinesisch gedruckt wird und von rechts unten beginnend durch wiederum zweiundachtzig Seiten gelesen und immer wieder rückgeblättert werden muss, ist doch der Unterschied zwischen hellbraun und mittelorange dem gemeinen Indochinesen vollkommen Reisball und am Ende fehlt natürlich: ein Teil. Ein einziges, welches man nachbestellen kann und nach zwei Wochen auch besitzen würde, wäre da nicht der kleine Winter, der dieses mühsam zusammengestückelte Scheißraumschiff an die Hauswand zerschellen lässt, wollte er doch eh viel lieber den Drachen von Chima. Der kann nämlich sogar leuchten und Sie nicht!
    Ich bin gespannt auf Ihre verbalen Bildfolgen und verbleibe mit fast sommerlichen Grüßen und dem verschwörungstheoretischen Vermerk, dass Lego vermutlich eine Erfindung des preußischen Staatsschutzes ist, reicht doch dessen Arm weit bis in die Ostsee hinein
    Frau Körb

    • kaminkatze schreibt:

      Sehr geehrte Frau Körb,

      Sehr geehrte Frau Körb, Sie müssen immer bedenken, dass Lego eine wichtige Phase in der frühkindlichen Erziehung ist, die den Nachwuchs auf IKEA vorbereitet. Man sollte deshalb die Bedeutung von Lego keinesfalls unterschätzen.

      • Frau Körb schreibt:

        Verehrte Baufachabteilung, ich bitte Sie dringend vorbeizuschauen und nachzulesen, was den großen Kindern dann bei IKEA blüht, sind doch die Erfindungen des preußischen Nordens nur ein weiteres Mittel, die freie Gesellschaft des menschlichen Zooparkes in die Dunkelheit der geistigen Verwirrung zu stürzen!
        Mit herzlichen Grüßen und leicht verspäteten Glückwünschen an die Hotel- und Gastroprüfungskomission
        Frau Körb
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Wir sind gerade etwas verwirrt: Meinen Sie die Menschheit ist ein Zoo mit IKEA-Möbeln? Oder ist die Menschheit ein IKEA mit Zootieren? Beide Analogien haben etwas für sich. Selbst in unserer Redaktion ist man sich da nicht ganz einig. Dr. Eichhorn ist geradezu in einer dialektischen Identitätskrise, man könnte sagen durch ihren Kommentar ist er in die Dunkelheit der geistigen Verwirrung gestürzt.
        Auch wenn wir momentan keinen Unterschied zu seinem normalen Verhalten feststellen können.

      • Frau Körb schreibt:

        Sehr geehrter Dr. Eichhorn,
        da es im lebendigen Urinstint verankert liegt, sich ein Nest zu bauen und IKEA-Möbel nun mal beinahe auf Bäumen wachsen, liegt es nahe zu vermuten, dem Menschlich-animalischen läge ein Blau-Gelb zugrunde.

        Aber um dem Ganzen eine ordentliche Portion Grün hinzuzufügen, dürfen wir nicht vergessen, dass mit der Ausweitung des Ozonloches die schädliche Sonnenstrahlung extrem zunimmt und damit das schillernde Farbenspiel schnell zu einem tristen Schwarz-Braun verkommt.

        Jenes nun wieder vergnügt sich gern in der Masse und diese wiederum findet sich vermehrt an Orten ein, die mit IKEA-Möbeltieren zugestellt sind, denken Sie nur an all die psycho-sozial-pathologischen Pädagogikpraxen. Es ist also ein Kreisel, der in einem tristen Grau umfällt und darniederliegt und nicht der Gedanken wert ist, die Sie sich darum machen.

        Kehren Sie zurück und verneinen auch Sie aktiv die grellbunte Seuche aus Nordpreußen!
        Mit besten Genesungswünschen und herzlichen Grüßen an den Rest der Redaktion
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Vielen Dank für die aufmunternden Worte an Dr. Eichhorn. Er fühlt sich schon wesentlich besser und hat zur Entspannung mit einer typographischen Analyse von Heideggers Gesamtwerk begonnen. Wir gehen also davon aus, dass er bald schon wieder unter uns in der Redaktion weilen wird.

        Wir hoffen, dass Sie trotz des Ozonloches und der schwarz-braunen Realität in Deutschland einen angenehmen Herbstabend verbracht haben.

      • Frau Körb schreibt:

        Herbst, Herbst, Herbst! Ich bitte Sie, passen Sie auf, was Sie sagen!
        Laut interner Verlautbarung des Heimatministeriums ist diese Jahreszeit mittlerweile auf dem Index und jegliches Zelebrieren unweihnachtlicher Wärme oder gefärbter Schwarzbraunifizierung wird mit bis zu drei Jahren Festungshaft bestraft. Das Ministerium wartet jetzt nur noch auf die Unterschrift von Schneewittchen, welches sich aber gerade bei seiner Tochter aufhält, vgl. dazu: http://www.welt.de/politik/article893116/Markus-Soeder-und-seine-uneheliche-Tochter.html

        Da also am Ende das BUNTE doch alles graue Pampe produziert und der Arsch nicht besser ist, als der Furz, der aus ihm kriecht, so setzte ich denn den nächsten Linseneintopf an und werde mit dieser Art biologischer Kampftechnik weiter daran arbeiten, die NSA abzuhören, momentan habe ich aber nicht viel mehr als ein Piepen im Ohr.
        Mit herzlichen Grüßen
        Frau Körpiep

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Es ist bedauerlich, dass es nun soweit gekommen ist: Der Herbst wird zugunsten der Vorweihnachtszeit gestrichen. Wir haben schon immer die Meinung vertreten, dass man den Herbst nicht nur an den Laubbeseitigungskosten messen darf. Offensichtlich sieht das Heimatministerium das anders. Sehr schade.

        Wir werden weiterhin unser nötigstes tun, um Schneewittchen vor dem Zugriff des Ministeriums zu verstecken und das Unvermeidliche etwas hinauszuzögern!

      • Frau Körb schreibt:

        Verehrtes Ehrlichkeitskommitee,
        hiermit möchte ich Sie zu dieser sagenhaft produktiven Redaktion beglückwünschen! Was meinen Sie, welch literarisches Potential auf Toiletten in Großraumbüros ruht! Ihre Mitarbeiter scheinen alles nur Mögliche zu Ihren Gunsten einzusetzen und scheuen nicht vor sehr hohen moralischen Maßstäben wie Bescheidenheit, Aufopferung der eigenen Lebensqualität für die gemeinschaftliche Sache und körperlicher Einsatz bis hin zum Exitus zurück!

        Allerdings sollten Sie nicht den Fehler machen und den Wolf in Schneewittchens Kleide in diesen heroischen Reihen zu verstecken, erstens fällt er ob seiner geschwollenen Suffnase überall auf und zweitens zieht er einen Wind mit sich, der Ihre Mitarbeiter nur unnützenem Kraftaufwand aussetzt, welche sie doch lieber für weitere journalistische Glanzleistungen nutzen sollen!

        Werfen Sie Schneewittchen ins Heimatministerium zurück, meine Nachbarn im untergründigen Widerstand werden sich Seiner mit Vergnügen annehmen!

        Mit pratoetischen (inoffiziell geklauter Ausdruck des Herrn P. Moll, er wird es sicherlich entschuldigen können) Grüßen
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Vielen Dank für das hohe Lob. Leider haben Sie unser Erfolgsgeheimnis erraten: Wir schreiben die meisten unserer Beiträge tätsachlich von den Wänden in Toiletten ab. Wir möchten Sie bitten, dies niemandem zu verraten. Es ist schon schwer genug ungestört eine Toilettebox zu belegen, bis der Artikel fertiggeschrieben ist.

        Was Schneewittchen und den Wolf betrifft, so schicken wir ihnen gerne die Überreste beider Gesellen zu. Es ist leider zu einem bedauerlichen Mißverständnis mit einem Jäger gekommen, der glaubte im Suff eine Organtransplantation oder so etwas vornehmen zu müssen. Besagter Jäger wurde inzwischen in die Psychiatrie eingewiesen und wir sind derzeit damit beschäftigt die Überreste zu beseitigen. Wir sind aber gerne bereit dem Ministerium eine Milz und ein paar Füße zuzuschicken. Die Füße können wir noch gut zuordnen, bei der Milz sind wir uns schon nicht mehr ganz so sicher…

      • Frau Körb schreibt:

        Dass Sie aber auch alles immer in den falschen Hals bekommen müssen!
        Die Nase ist doch das Unterscheidende!
        Im Namen des deutschen Heimatministeriums zur Pflege der antipreußischen Haltungsschule bitte ich Sie inständig, nach Selbigen noch einmal zu suchen und frage mich gleichzeitig, warum ich mich da schon wieder aufrege.

        Vielleicht könnten Sie mir freundlicherweise die waldmännischen Daten zukommen lassen, da der Herr offenbar ganze Arbeit geleistet hat – solche Nachbarn braucht das Land und der Untergrund erst recht.
        Mit Herzlichen Grüßen
        Frau Körb

      • kaminkatze schreibt:

        Sehr geehrte Frau Körb,

        Wir durchsuchen derzeit die Überreste von Schneewittchen und dem Wolf. Derzeit haben wir werden Spuren von Hals und Nase finden können, aber wir versichern Ihnen: Unsere Praktikantin gibt so leicht nicht auf!

        Was den Waidmann betrifft, so befindet er sich derzeit in einer Entzugsklinik, in die ihn ein bayrisches Gericht eingewiesen hat. Das heißt natürlich, dass mindestens mit verschärfter Isolation, Zwangsmedikation und selbst im Falle seiner Gesundung nicht mit einer Entlassung zu rechnen ist. Vielleicht verfügt das Ministerium hier allerdings über Möglichkeiten, von denen uns nichts bekannt sind!?

        Wir bedauern es ausdrücklich, dass wir Ihnen als Kommentatorin und Leserin nicht genauere Informationen zukommen lassen können. Wir sind uns ja ansonsten sicher, dass Sie unsere Seiten nur wegen unserer Informationsfülle aufsuchen, so dass diese Feststellung besonders schwer für uns wiegt.

        Bitte verzeihen Sie uns unsere Unzulänglichkeit!

      • Frau Körb schreibt:

        Erheben Sie sich, es tut nicht Not, meine glänzenden Stiefel polieren zu wollen.
        Mit selbigen werde ich in Bälde einen Auftritt im Ministerium unternehmen, weswegen ich auch schon kräftig in Trittordnung bin. Allerdings lösen die ungewohnten Schäfte gewisse Beklemmungen aus, weswegen ich doch eher zur traditionell terroristischen Bekleidung greifen werde, auch wenn ich Gefahr laufe, dem Jäger gleich den diesjährigen Federweißen intravenös verpasst zu bekommen.
        Bereits bei Beginn Ihrer verzweifelten Suche, wofür ich gern Ihrer Praktikantin einen Entschädigungskuchen zu backen bereit bin– bereits da schon schwirrte so eine Ahnung durch die nächtliche Republik, dass es sich hier nicht nur um ein bigottes Schneewittchen handeln könne, sondern dass die Winzer hinter all dem stecken. Deswegen ist es auch so wichtig, des Schneewittchens Nase zu finden!
        Mit salutierenden Grüßen
        Frau Körb

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s