Piraten am Bremer Strand

Claude Joseph Vernet - Naufrage (Quelle: Wikimedia Commons)

Die Stürme des politischen Betriebes haben die Schiffe der Piraten gebeutelt. In den Nächten in denen Sturm und Wellen gegen die Schiffshüllen hämmerten und die verängstigen Mannschaften nur verzweifelt versuchten den Kurs zu halten, während über ihnen schon längst nur noch Segel- und Flaggenfetzen hingen, ging manch einer über Bord, um nie wieder gesehen zu werden.

Nachdem die Stürme vorüber waren, wurde erst sichtbar wie weit die Piraten abgeschlagen waren: Es gab kaum noch eine Hoffnung die rettenden Häfen rechtzeitig zu erreichen, es waren andere, die die Beute einfuhren, während die gebeutelten Piratenschiffe auf dem Meinungsmeer dahin dümpelten.

Mit letzter Kraft wurden die Schiffe vor Bremen auf Grund gesetzt. Die Piraten retteten sich erschöpft an Land und mußten erst einmal nachschauen, wer eigentlich vom Kommando noch übrig ist. Dann ging das Gerangel los: Wer wird neuer Kapitän? Wer Steuermann?

Das Meer ist kalt, auf den Wellen treiben die ersten Eisschollen aus dem Norden. Es ist keine gute Zeit, um sich lange lange an der unfreundlichen Küste aufzuhalten und um die Macht zu kämpfen. Vielleicht führt das aber dazu, das nach dem Ablegen der Piratenschiffe weniger Leichen den Bremer Strand zieren werden.

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