FDP-Gläubigerversammlung

Vladimir Makovsky - Visiting the poor (Quelle: Wikipaintings)

Auf der Gläubigerversammlung der FDP hat der neue Insolvenzverwalter Christian Lindner für den Sanierungsplan geworben: Obwohl mit dem Verlust der bisherigen Vertriebsmöglichkeiten die FDP deutlich an Marktanteilen verloren hat, sei das politische Kapital noch nicht aufgebraucht.

Bisher zeigten sich die Gläubiger noch skeptisch, eine rechte Begeisterung wollte für die insolvente FDP nicht aufkommen, auch wenn die Anwesenden wohlwollend applaudierten. Die optimistischen Prognosen einer Kapitalerhöhung an den Meinungsbörsen konnten nicht alle überzeugen. Dennoch sei dies keine Bankrotterklärung, hieß es dabei immer wieder von einigen Gläubigern, die sich gegenseitig Mut zusprachen. Vielfach hatten Gläubiger bis zuletzt mit Privatmitteln in die FDP investiert. Ein Bankrott würde für sie den Totalverlust und mögliche Zwangsräumungen aus der politischen Heimat bedeuten.

An die Bedeutung der FDP als ehemaliger Deutscher Marktführer in kapitalistischer Rhetorik wollte auf jeden Fall niemand mehr erinnern. Bestellte Imagekampagnen deuten auf den Versuch hin neue Zielgruppen zu erschliessen. Ob sich dies bis zum Abschluß des Fiskaljahres ein bemerkbares Ergebnis haben wird, muß allerdings offenbleiben.

Die Börsen reagierten verhalten auf die Ankündigungen. Die Ratingagenturen attestierten FDP-Anlagen weiterhin Ramschniveau.

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