Weihnachtskrise bedroht Deutsche Arbeitsplätze

Jan Steen - Baker Oostwaert and his wife (Quelle: Wikipaintings)

Wie der Bundesverband der Deutschen Weihnachtsgebäckhersteller (BDWGH) heute in einer Eilmitteilung festgestellt hat, befindet sich Deutschland in einer tiefen Krise, deren Ausmaße derzeit noch garnicht abzuschätzen sind. Tausende von Arbeitsplätzen sind von dem völlig unerwarteten Einbruch der Weihnachtsgebäckverkaufszahlen bedroht.

„Die Deutschen Weihnachtsgebäckhersteller stehen am Abgrund,“ sagte auf einer Pressekonferenz die Verbandsvorsitzende und Erbin einer Dresdner Bäckerdynastie, Margarete Luschmann. „Mitten auf dem Höhepunkt unseres Geschäftes ist der Markt eingebrochen und die Hersteller bleiben auf ihren vollen Lagern sitzen.“ Gerade nachdem in diesem Jahr die Deutschen Qualiätsweihnachtsgebäckhersteller bereits besonders hart von minderwertigen Produkten aus dem EU-Ausland betroffen waren, stellt dies einen weiteren Tiefschlag dar, so die Verbandsvorsitzende weiter.

Ziel müßte nun ein Eingreifen der Bundesregierung sein. „Es müssen Maßnahmen ergriffen werden, um den Markt wieder anzukurbeln,“ hieß aus dem Verband. Der Wirtschaftsprofessor der TU Hanne-Bühlen, Prof. Dr. Markus Windinger, teilt diese Einschätzung allerdings nicht: „Solche Maßnahmen können nur langfristig das Interesse der Deutschen am Weihnachtsgebäck wieder erwecken. Das kann bis zu einem Jahr dauern. Den derzeit betroffenen Unternehmen können nur kurzfristige Maßnahmen zur Überbrückung der aktuellen Krise helfen und da ist Brüssel gefragt.“

Die Chancen der Deutschen Weihnachtsbäcker auf der EU-Ebene stehen allerdings nicht besonders gut. Auch in anderen Ländern zeigt das Geschäft deutliche Spuren der Krise. So wandte sich etwa auch der Verband der Finnischen Weihnachtsbaumproduzenten an die EU-Kommission, um die eingebrochene Nachfrage mit Fördermitteln zu überbrücken und mußte eine Absage einstecken.

„Auf EU-Ebene gibt es einfach kein Verständnis für die Weihnachtskrise,“ ließ ein renommierter Christstollenproduzent am Rande der Pressekonferenz wissen. „Dort wird schon wieder an andere Feiertage gedacht, während wir hier um unsere Existenz kämpfen.“

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