Über den Begriff der Exzession

Jean-Léon Gérôme - The Tulip Folly (Quelle: Wikimedia Commons)

Der Redaktion liegt das neue Buch des Wirtschaftswissenschaftlers und Ornithologen Dr. Eichhorn vor. Der prägnante Titel des Buches ist „Die irreverente Devaluierung der Exzession“. Das nur knapp 1898 Seiten lange Buch beschäftigt sich mit einem wenig beachteten Phänomen der modernen Wirtschaftstheorie: Der Exzession.

Bereits in der 200 Seiten langen Einleitung des Buches stellt Dr. Eichhorn fest, dass die Exzession keinesfalls nur ein Begriff ist, der für die Wirtschaft von Bedeutung ist. Auch in den Sozialwissenschaftler ist immer wieder mit diesem Phänomen zu rechnen. Die darauffolgenden Kapitel beschäftigen sich mit der Definition und der Eingrenzung des Begriffes. Vor allem die sprachwissenschaftlichen Abhandlungen über die Wechselwirkungen des Alt-Griechischen mit dem Proto-Aramäischen und deren Einfluß auf die Sprachphilosophie sind hochspannend.

Dr. Eichhorn kommt schließlich zu dem Schluß, dass die Exzession sich – sehr stark vereinfacht – als „Wertverlust durch exzessiven Konsum“ definieren läßt. In der Abgrenzung von anderen wirtschaftstheoretischen Phänomenen, die zu einem Wertverlust führen (hierbei seien vor allem die ausgezeichneten Tabelle im Anhang XXXVIIb des Buches genannt), steht bei der Exzession der Konsum und damit auch der Konsument im Mittelpunkt, was Dr. Eichhorn zu einem wirklich faszinierenden Exkurs über das Konsumverhalten des Onlineshoppings und die Logistikkette von Onlinevermarktern nutzt.

Diese Überlegungen führen Dr. Eichhorn in Kapitel 235 zu der Arithmetik des exzessionellen Wertverlust zur Feststellung eines Wertes in Abhängigkeit von Verfügbarkeit, Begehrtheit, Handelspreis, sowie 34 weiteren Faktoren wie etwa Verständlichkeit der Bedienungsanleitung und tellurischem Magnetismus. Er beweist damit, wie sehr sich der exzessionelle Wert von einem Preis unterscheidet, der von Angebot und Nachfrage bestimmt ist, weil er Soziologie und Psychologie des Konsumenten mit einbezieht.

Besonders griffig erscheinen hierbei auch die Fallbeispiele, die Dr. Eichhorn aus der Wirtschaftsgeschichte gewählt hat: Wer erinnert sich nicht an die kanadische Ahornsirupkrise von 1903 oder den Boom der Seidenstickerei in Zentralasien um 1730? Gerade für die Feststellung von Boom und Blasen in der Wirtschaft ist der exzessionelle Wert von Produkten deswegen von besonderem Wert, wie Fußnote VIII auf Seite 1534 im Kapitel 263 „Über die quartäre Struktur der Wiederkehr in der Oper der frühen Renaissance im Verhältnis zum Werk Joseph Schumpeters“ schlüssig darlegt. Leider bleibt dem Autoren auf den restlichen 364 keine Zeit mehr eingehender auf diesen Sachverhalt einzugehen.

Der Autor wird sicherlich in weiteren Arbeiten sich damit auseinandersetzen, die auf dieses Standardwerk folgen werden.

Das Buch „Die irreverente Devaluierung der Exzession“ ist jetzt exklusiv im kaminkatze.de-Shop erhältlich.

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