Hamburg: Langzeitschäden des Gefahrengebietes

Vasily Vereshchagin - Cannon (Quelle: Wikipaintings)

Nachdem die Polizei das Gefahrengebiet von Hamburg wieder aufgelöst hat, geht es nun der traumatisierten Stadt darum die Langzeitschäden zu bewältigen. Wie der Hamburger Innensenator Neumann erklärt hat, haben „gefährliche Funde gezeigt, dass die Maßnahme erforderlich war.“ Doch genau diese „gefährlichen Materialien“ sind nun das Problem.

Nachdem Polizisten von Unbekannten, das heißt Linksextremisten, angegriffen worden waren und diese sich gezwungen sah, das Gefahrengebiet einzurichten, hatten die extremistischen Gruppen massiv aufgerüstet: Mit Feuerwerk (keinerlei Bezug zu Silvester), darunter 19 Böller, einem Schlagstock, zwei Knüppeln, drei Pfeffersprays, sowie einem Plastikeimer, Klobürsten und Aufklebern. Sogar eine Rolle mit Klopapier soll sich unter den Waffen der Linksextremen befunden haben.

Während der Befriedung des Gefahrengebietes konnte die Polizei in einem ersten Schritt diese gefährlichen Waffen sicherstellen. Allerdings steht sie nun vor einem langfristigen Problem: Wie sollen diese Waffen entsorgt werden? Solches Gefahrengut kann keinesfalls einfach in den Müll geworfen werden. Zumal sich keiner der Polizisten da rantraut. „Man kann ja nicht wissen, wo sich so etwas vorher befand,“ meint etwas eine der Dienststellenleiter im Hinblick auf die Vielzahl an Klobürsten. Für die Polizisten ist auch Wochen nach der Beschlagnahmung ein hohes Verletzungsrisiko gegeben.

Der Hamburger Senat will allerdings möglichst schnell Abhilfe schaffen. „Es kann nicht sein, dass derart gefährliches Material mitten in einer Großstadt lagert,“ hieß es dazu aus dem Umfeld von Innensenator Neumann. Die Gewerkschaft der Polizei befürchtet auch dass die fortlaufende Lagerung der Waffen Begehrlichkeiten bei den Linksextremen und damit neue Risiken verursacht: „Wenn so etwas auf einer Dienststelle lagert, dann ist sie natürlich ein potentielles Angriffsziel für Chaoten.“

Nachdem die Polizei bisher kein erfolgreiches Entsorgungskonzept vorlegen konnte, gibt es Überlegungen im Senat bei der Bundeswehr um Amtshilfe zu bitten. „Ein Einsatz im Inneren muß in solch einer Notlage erwogen werden,“ ließ ein Senatsmitglied der alleinregierenden SPD mitteilen. Vor allem der Einsatz von ABC-Schützenpanzern zur Entsorgung der Klobürsten wäre „wünschenswert“. Nur die Rolle Klopapier soll inzwischen erfolgreich entsorgt worden sein, hieß es inzwischen von der Gewerkschaft der Polizei: „Die wurde zum Scheißen verwendet.“

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