Die Zubereitung eines Edathy

Edouard Manet - A Bar at the Folies-Bergère (Quelle: Wikipaintings)

Der Edathy ist ein hochprozentiger Cocktail, der nicht jedermann’s Geschmack trifft. Vielfach wird er als „unbekömmlich“ und „bitter im Geschmack“ charakterisiert. Es erfordert deswegen einen ganz besonderen Gaumen, um sich an einem Edathy zu erfreuen. Da er auch nicht einfach herzustellen ist, findet man den Edathy selten auf den Karten von Cocktailbars. Vielfach muß man einen guten Draht zum Bartender haben, um einen Edathy zu erhalten. Alleine aus Gründen seiner Seltenheit hat der Edathy seinen Ruf erhalten.

Der sexuelle Schleim und die Staatsanwaltschaft werden in einem gut gekühlten Shaker kräftig gemischt. Wichtig hierbei ist, dass alles gut gekühlt ist. Im besten Fall bildet sich Reif auf dem Shaker. Beim Gießen in ein Longdrink Glas flockt die Staatsanwaltschaft sichtbar aus und kann mit dem bloßen Auge beim unbeholfenen Herumstochern im sexuellen Schleim beobachtet werden.

Im nächsten Schritt wird vorsichtig die Indiskretionen aufgegossen. Der Effekt sollte eine möglichst klare Trennlinie zwischen den beiden Schichten sein, die sich besonders auszeichnet, wenn sich zwischen Schleim/Staatsanwaltschaft unten und Indiskretion oben eine Rücktrittslinie bildet.

  • 1 Scheibe Mißtrauen
  • 1 Kugel Verachtung

Für die Dekoration werden Mißtrauen und Verachtung in einer Großen Koalition arrangiert und der Edathy dann schnellstmöglich serviert, bevor er spurlos verschwindet oder zu früh geöffnet wird.

Normalerweise wird einem durchschnittlichen Trinker bei einem Edathy bereits beim ersten Schluck schwindelig, beim weiteren Trinken kann Brechreiz bis zur Politikverachtung eintreten. Im Vollrausch nach dem Genuß des Edathys können Alpträume von Totalüberwachung, Fantasien von Milliardengeschäfte mit Kinderpornografie und aber insgesamt überwiegt doch die hilflose Wut über die Arroganz einer Politikerkaste, die glaubt sich um Gesetze nicht scheren zu müssen.

Nur für geübte Trinker.

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