Konservativismus ist behandelbar

Ilya Repin - The surgeon E.V. Pavlov (Quelle: Wikimedia Commons)

Viele Jahre war das Problem des Konservatismus ungelöst. Menschen, die von Konservativismus betroffen sind leiden unter dem Problem, dass sie Änderungen einfach nicht akzeptieren können: Die Grünfläche nebenan darf nicht bebaut werden, in Restaurants bestellen sie immer dasselbe Essen und sie hören bereits seit 20 Jahren dieselbe Musik in Heavy Rotation. Ein bemitleidenswerter Zustand, zu dem Millionen von Deutschen verdammt sind.

Doch nun hat das Deutsche Institut für Arzneimittelforschung (DIA) auf einer heutigen Pressekonferenz endlich Hoffnung für die Betroffenen. „Konservativismus ist nicht heil-, aber behandelbar!“ teilte Prof. Dr. Anne Senfberg freudig mit. Die von den Forschern vorgestellte Therapie basiert auf einer einfachen Pille, die mehrmals am Tag eingenommen werden muß. Bei der Vorstellung waren die Forscher sehr stolz darauf, dass die Behandlung so einfach ist. „Bei anderen schwerwiegenden, chronischen Erkrankungen, wie etwa Hepatitis, müssen die Patienten sich sehr genau an die Medikation halten. Das ist kompliziert und zeitaufwändig. Vor allem, wenn die Medikamente auch noch Nebenwirkungen haben,“ erklärte Dr. Belharkan, einer der beteiligten Mediziner.

Die nun vorgestellte Pille basiert auf einem revolutionären neuen Konzept. „Sie verändert die Unterscheidungsfähigkeit des Patienten,“ beschreibt Prof. Dr. Senfberg die Wirkung. „Bei unseren Testreihen stimmten die Probanden während der Einnahme der Pille gleichermaßen Zitaten aus der Bibel und aus Marx‘ Das Kapital zu, da sie sie nicht mehr unterscheiden konnten. So kann ein Patient, der eine Konservativismus-Behandlung durchläuft, die andere Hautfarbe eines neuen Mitarbeiters beispielsweise auch garnicht mehr von seiner eigenen unterscheiden. Ebenso ist es bei der Einstellung zu Lebensformen. Einer unserer Probanden fand so nichts mehr daran, sich einer bisexuellen Kommune anzuschließen, da der Unterschied zu seiner bisherigen monogamen Ehe bedeutungslos geworden war.“

Wann die neue Pille auf den Markt kommen soll ist derzeit noch unklar. Allerdings drängen die beteiligten Forscher auf eine rasche Einführung, um das Leiden der konservativen Menschen in einer sich ständig verändernden Welt nicht weiter zu verlängern. So sagte Prof. Dr. Senfberg zu der Motivation der Forschungsgruppe auch: „Unser Ziel ist es den betroffenen Menschen, die in diesem Land an Konservativismus leiden, nicht länger die technischen und kulturellen Errungenschaften vorzuenthalten, mit denen sie bisher aufgrund ihres chronischen Zustands nicht umgehen konnten. Wenn es so einer großen Gruppe an Menschen besser geht, dann wird es sicherlich auch unserem Land etwas besser gehen.“

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