In memoriam, Frank Schirrmacher

Edwin Lord Weeks - The last voyage (Quelle: Wikipaintings)

Dort wo sich Konservativismus mit Kritik und Kritikfähigkeit kombinierten war Frank Schirrmacher zu Hause. In diesem, oft vergessenen Land zählte das Argument noch etwas. Als Patriot war Frank Schirrmacher nicht nur der Herrscher dieses Landes, sondern nicht selten auch sein einziger Einwohner. Nicht jeder Staatsgast oder ferner Beobachter aus den linken Ländern war bereit ihm das zuzugestehen. Die intellektuelle Einsamkeit war sein selbst gewählter Begleiter, die  nur mit ständigem Austausch begegnet werden konnte.

Dies trat der Aufmerksamkeit für seine Person und sein Werk allerdings keinen Abbruch. Sie reichte aus, um als strahlende Galionsfigur für ein Blatt zu dienen, dessen Provinzilität nur vom Umfang seines Börsenteils übertroffen wurde. Das er in seinem – nun späteren – Leben diesen Teil aus der geistigen Hand zu legen begann, war nicht zuletzt der konsequenten Analyse des Gegebenenheit geschuldet.

Es war in Deutschland Frank Schirrmacher dem Scharfrichter das (vielfach geschärfte) Schwert reichte bevor dieser dem Kapitalismus den intellektuellen Kopf abschlug. Die Leiche wankt noch untot weiter, aber Frank Schirrmacher nicht mehr. Man hätte ihm gewünscht er hätte noch die Zeit gehabt ihr ein Bein stellen zu können.

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