Theophila Wintergarten – Geologie des Lebens

Ivan Kramskoy - Reading (Quelle: Wikiart)

Theophila Wintergarten (1899-1973) ist eine Philosophin deren Werk in Deutschland heutzutage immer noch nicht die Würdigung erhält, das ihm eigentlich gehört. Von ihren Zeitgenossen, wie etwa Theodor W. AdornoHerbert Marcuse oder Hannah Arendt, wurde sie weitgehend ignoriert und die von ihrer verfassten, über 150 Bücher zu philosophischen Fragen der Ethik, Moral und der Sprache sind heutzutage nur noch in gut sortierten Universitätsbibliotheken zu finden.

Dabei ist ihr Denken ebenso vorausschauend, wie erfrischend anders. Ihre Herangehensweise war unkonventionell und inspiriert noch heute. Besonders eines ihrer Hauptwerke „Der lange Fluß“ ist gleichermaßen eine literarische, wie auch philosophische Tour-de-Force. Ausgehend von dem Volksmund „Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluß“ erforschte Theophila Wintergarten die Vielgestalt des menschlichen Lebens. Die Kapitel über die „Geologie des Lebens“ gelten heute immer noch als wegweisend in ihrer interdisziplinären Betrachtungsweise. Besonders aber die lyrische Qualität ihrer Meditation darüber, ob der Mensch in dem „langen, ruhigen Fluß“ ein Fisch, ein Boot oder eine auf der Oberfläche schwimmende Wasserleiche sucht immer noch ihresgleichen.

Auch in ihren anderen Werken blieb sich Theophila Wintergarten treu. Von ihren Frühwerken, wie etwa „Nacktschnecke und Moral – Betrachtungen anhand eines angefressenen Gänseblümchens“ (1911), bis hin zu ihrem Spätwerk, zu dem beispielsweise „Die Nekrophilie der Schrottplätze“ (1970) gehört, blieb sie eine Denkerin, die sich mit teils ewigen, wie auch mit aktuellen Themen auseinandersetzte. Besonders die im letztgenannte Werk gemachte Vorhersage des Recycling und seiner psychologische Folgen für eine bis dato noch ungeborene Generation, sowie die Kaulquappenpopulation zeigt dabei die Hellsichtigkeit dieser ungewöhnlichen Philosophin.

Mit „Theophila Wintergarten – Eine kritische, aber respektvolle, unter den Kriterien der Revaluation und Neudefinition ihres Lebenswerkens, ebenso wie ihres biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergrundes, vor allem aber der Rezeption, positiv, wie negativ und der daraus resultierenden psychotrophen Einflüße auf ihre Psychologie, verfasste Würdigung“ hat ihr ehemaliger Schüler Dr. Eichhorn eine lange erwartete Neubewertung der Person und des Werkes von Teophila Wintergarten vorgelegt. Mit seinem großen Umfang von nicht weniger als 2478 Seiten sollte es besonders in keinen Haushalt von mehrfach promovierten, aber trotzdem arbeitssuchenden Philosophen fehlen!

„Theophila Wintergarten – Eine kritische, aber respektvolle, unter den Kriterien der Revaluation und Neudefinition ihres Lebenswerkens, ebenso wie ihres biografischen und zeitgeschichtlichen Hintergrundes, vor allem aber der Rezeption, positiv, wie negativ und der daraus resultierenden psychotrophen Einflüße auf ihre Psychologie, verfasste Würdigung“ ist jetzt im kaminkatze.de-Shop erhältlich.

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