Der Atlantik ist abgesoffen

Jean Louis Théodore Géricault - The raft of the Medusa (Quelle: Wikimedia Commons)

Zum Stand der deutsch-amerikanischen Beziehungen und ihrer Unterstützer, ein Kommentar von Harmadillo:

Die Atlantiker waren einmal stolze Partner der Amerikaner; heute sind sie Apologeten, die gerne Vorzimmer um einen Termin betteln würden, aber bereits am Pförtner der exekutiven Macht scheitern. Nur Rationalisierung und fetischisierter Historizismus retten sie vor der eigenen Selbstverachtung. Sie würden gerne mit den Amerikanern in einem Boot sitzen, aber diese haben sie in ein Rettungsboot verfrachte, dass sie gerade für Zielübungen verwenden. Die Reaktion der Atlantiker ist es nicht zu fordern, dass die Amerikaner das Feuer einstellen, sondern sich gegenseitig einzureden, dass die Amerikaner ja nicht auf sie zielen würden, sondern auf das merkmalfreie, offene Meer um sie herum.

In der aktuellen Staatskrise also auf die Atlantiker zu hören, bedarf nicht nur selektiver Wahrnehmung, sondern eines gehörigen Maßes an Fantasie, da die Worte der Atlantiker im Kanonendonner des Faktischen bereits nicht mehr zu hören sind. Das einzige dem man in diesem Moment noch zuhören kann ist die eigene Stimme im Kopf. Für diese ist dann auch Verrat des eigenen Staates ein geeignetes Mittel, um sich selber geistige Gesundheit zu attestieren.

Brückenbauer sind die Atlantiker längst nicht mehr, denn die Architekten sind längst von Bord gegangen. Ein Teil der Architekten wurde in den Ausschneidungen neokonservativer Machtmasturbationsfantasien ersäuft, der andere schwamm dem Geld hinterher. Die führungslose Mannschaft baut bereits seit Jahren richtungslos weiter und wundert sich nun über die statischen Schwierigkeiten ihres Konstrukts. Was immer sie auch gebaut haben wollen wird nun als Treppenwitz auf dem Müllhaufen der Geschichte enden, dort wo alle sinnlosen Worte hingehören, die von den Taten betrogen worden sind.

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