Hotel Excelsior

Claude Monet - L' Hotel des Roches Noires à Trouville (Quelle: Wikiart)

Erstmals hat in Deutschland ein 6-Sterne-Hotel eröffnet. Die gefeierte Neueröffnung ist ein besonderer Verdienst von Hotelmanager Hans-Jürgen Stiel: „Wir haben jahrelang recherchiert, um die besonderen Charakteristika eines Luxushotels herauszufiltern,“ erklärt er mit Stolz. Seine Antwort auf die Frage, worin diese Charakteristika denn bestehen ist ebenso einfach, wie überraschend: „Nichts!“

Genauso dadurch zeichnet sich heute Stiels lange geplantes Luxushotel auch aus. Bereits wenn man die imposante Eingangshalle betritt und von dem äußerst zuvorkommenden Personal in Empfang genommen wird, bemerkt man nichts. „Unsere Architekten haben sich sehr darum bemüht, dass bereits die Eingangshalle dem Gast vermittelt, dass er sich in einem Luxushotel befindet,“ erklärt Stiel bei der Besichtigung. „Davon soll nichts ablenken.“ So setzt die Architektur genau auf jene Materialien und Stilformen, die man auch in allen anderen Luxushotels der Welt findet.

Doch es ist nicht nur die Architektur, die das Hotel auszeichnet. Bis ins kleinste Detail haben sich auch die Innenarchitekten und Gestalter darum bemüht, dem Design jedes möglicherweise störende Detail auszutreiben. Die Einrichtungen der Zimmer besteht genau aus denselben Betten und Möbeln, die Badezimmer aus denselben Armaturen, die man weltweit finden kann. „Wir haben genau untersucht, wie groß ein Whirlpool sein muß, damit Gäste ihn als angenehm und luxuriös wahrnehmen,“ erklärt die Concierge Stefanie Neuhäuser. Natürlich dürfen auch ein Schwimmbad, Sauna, Sportstudio und andere Wellness-Einrichtungen nicht fehlen. „Sie sind genauso, wie sie sie überall auf der Welt vorfinden,“ merkt Neuhäuser an. Auch die Außenanlagen wie der Golfplatz besitzen keinerlei Charakteristika. Man bemerkt nicht einmal mehr die umliegende Landschaft.

Besonders stolz sind Stiel und seine Kollegen allerdings auf die Küche: „Wir haben haben sehr genau studiert, was der Gast von einer weltläufigen Küche erwartet,“ erklärt Küchenchefin Maggie Smith. „Unsere Gerichte erinnern unsere Gäste an ihren Urlaub, ohne sich durch lokale Spielereien aufzudrängen.“ Deswegen verwendet die Küche nur die besten Zutaten aus aller Welt, die auf den Tellern mit beeindruckender Kunstfertigkeit kombiniert werden. Spanische Muscheln, thailändische Gewürze und afrikanische Gemüse verbinden sich so zu einem globalen Gesamteindruck, den kein Gast als störend empfinden könnte.

Sommelier Jean Marchais garantiert, dass dazu nur nichtssagende Weine aus aller Welt gereicht werden. Auf die Frage was er denn serviert, wenn der Gast nach einem lokalen Wein verlangt, lacht der erfahrene Weinexperte nur: „Wir servieren, was wir immer servieren. Bisher ist das noch niemandem aufgefallen.“

Der Preis für eine Nacht im Einzelzimmer: Ab 329.- Euro p.P.

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