David Cameron verirrt sich in Schottland

Gustave Doré - The Scottish Highlands (Quelle: Wikimedia Commons)

In diesen tumultösen Zeiten wird selten bemerkt, wie im Europäischen Norden ein Überlebenskampf stattfindet: Das Vereinigte Königreich könnte nach einer Volksabstimmung in Schottland bald nicht mehr vereinigt sein.

Premierminister David Cameron ist sich dem Ernst der Lage bewußt und hat deswegen einmal den Norden des (noch bestehenden) Landes besucht. Von einem Podium aus, in sicherer Entfernung von £10.000 vom Rest der Bevölkerung, rief er den Schotten zu, dass es der schottischen Wirtschaft ohne die Union mit England, Wales und den anderen bald nicht mehr so gut gehen würde. „Uns ist die Wirtschaft aber ziemlich egal,“ riefen die Schotten zurück. „Wir machen uns eher über den drohenden Austritt aus der EU Sorgen.“

David Cameron ließ sich davon nicht beeindrucken und zählte die möglichen Schäden für die schottische Finanzwirtschaft auf. „Okay, das mag so sein,“ riefen die Schotten zurück. „Aber was ist mit dem Sozialkahlschlag?“

Cameron antwortete darauf mit Erläuterungen der britischen Freihandelszone, worauf die Schotten etwas irritiert ihre Unmut äußerten und sich fragten, ob er dieselbe Sprache wie sie sprechen würden. David Cameron bejahte dies, indem er abschließend erklärte, dass all die ökonomische Schwarzmalerei ein adäquater Ersatz für eine positive Vision für das Vereinigte Königreich darstellen würde.

Dann fuhr er zurück nach London und wart in Schottland nicht mehr gesehen.

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