Untot in Bayern

epp_bavaria

Unser Kommentator Harmadillo hat heute entschieden, dass sein gestriger Beitrag nicht ausreichend beleidigend war. Er hat deswegen den anderen Mitarbeitern den Redaktion die Tastaturen entrissen und zwingt uns nun folgenden Beitrag zum Rücktritt der bayrischen Staatskanzleichefin Christine Haderthauer zu veröffentlichen. Wir bitten dies zu entschuldigen. 

Da ist also eine moralfreie, geldgeile und kritikresistente Tussi doch tatsächlich noch zurückgetreten. Das einzige was ihre Dreistigkeit noch übertraf war ihre Überheblichkeit: Nur der bayrische Nationalheilige Franz Joseph Strauß konnte staatsanwaltschaftliche Ermittlungen einfach wegwischen. Das eine Leichtmatrosin wie Christine Haderthauer einen derartigen Sturm überstehen würde, war kaum zu erwarten.

Da man nun also abgewartet hat, um die Affäre nicht allzu sehr zu thematisieren und stattdessen riskiert hat, dass der Eindruck entstehen könnte, man denkt eine Frau, die Steuergelder aus der Arbeit eines verurteilten Mörders hinterzogen zu haben, sei ein Vorzeigefigur der CSU, kann Horst Seehofer nun zur Nachfolgesuche schreiten. Der Verlust von Christine Haderthauer wird der bayrische Ministerpräsident aber sicherlich verschmerzen können: Da wo die herkommt, da gibt es noch mehr davon. Graue Luftbeutel sind inzwischen zum Hauptinventar der Unionsparteien geworden, die bei jeder Gelegenheit heiße Luft ablassen können, ohne dabei irgendeine inhaltliche Aussage zu machen.

Aber wer wundert sich eigentlich noch über die Kanzlerinnenwahlvereine CDU/CSU? Das einzige was an ihnen überrascht ist doch nur noch, dass sie nicht mit kölschen Karnevalsvereinen fusioniert haben. Längst bestehen die Wahlprogramme dieser Parteien doch nur noch aus den Noten für den Rolling Stones-Song „Angie“ und auch diese nur in der Blockflötenfassung.

Einem derart eingestimmten Geist muß es unverständlich bleiben, warum dann die Blaskapelle AfD zum Tanz aufspielt. Das sieht man dann als Freifahrschein öffentliche Verwunderung zur Schau zu stellen zu dürfen, was aber für Außenstehende trotz besagter Narrenfreiheit nur den Eindruck politischer Debilität erzeugt.

Das Problem der Muttisöhne und -töchter der CDU bleibt, zu erkennen, dass Mutti kein Programm ist. Vor allem nicht, wenn die Politik nach britischen Ideal betreibt: Abwarten und Tee trinken. Die Fähigkeit zum proaktiven Handeln ist bereits verkümmert, die Fähigkeit zum pro-aktiven Denken ist bei CDU/CSU inzwischen auch abgestorben.

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