Vattenfall solidarisch

Honore Daumier - A famous cause (A famous trial) (Quelle: Wikiart)

Überraschenderweise hat sich der schwedische Energiekonzern Vattenfall heute der Koalition gegen die Freihandelsabkommen CETA (zwischen Kanada und der EU) und TTIP (zwischen den USA und der EU) angeschlossen. Die vor allem von Nichtregierungsorganisation wie den Gewerkschaften getragene Koalition richtet sich vor allem gegen die in CETA und TTIP verankerten Privilegien für Konzerne und das Aufweichen von gesetzlichen Mindeststandards.

Vattenfalls Engagement sich an der Koalition gegen die Freihandelsabkommen zu beteiligen kommt überraschend. Niemand hatte damit gerechnet, dass der Konzern sich dabei ausgerechnet auch noch eines der vielfach kritisierten extra-legalen Schiedsgerichte verwenden würde, die in den Freihandelsabkommen als besonders umstritten gelten. Die von Vattenfall initierte Kampagne soll weit mehr als 4,7 Milliaren Euro wert sein. Diese Summe entspricht rein rechnerisch 1,5 Millionen Kitaplätzen.

Die Nichtregierungsorganisationen wollen nun mit Vattenfalls Unterstützung ihren Einsatz gegen CETA und TTIP verstärken. Erste Überlegungen nach soll eine maßgeschneiderte Kampagne unter dem Titel „4,7 Milliarden Gründe gegen TTIP“ entstehen.

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