Plädoyer für die Legalisierung von Kokain

 

Cocaine Toothache Drops (Quelle: Wikimedia Commons)

Bereits seit langer Zeit werben in Deutschland verschiedene Gruppen für die Legalisierung von Marihuana. Dabei wird eine gesellschaftlich viel wichtigere und weitreichendere Diskussion unterdrückt: Die Legalisierung von Kokain.

Wie auch Marihuana ist Koks eigentlich ein Naturprodukt und genießt in weiten Teilen der Bevölkerung eine ungemein hohe Akzeptanz. Es wird dort – trotz des Stigmas – gerne und in großen Mengen konsumiert. Vor allem ist es aber der illegale Konsum an sich, der Gefahren aufweist: Koks wird mit Chemikalien gestreckt, anstatt das dem Konsumenten die reine Droge zur Verfügung steht. Dies hat langfristige Gesundheitsschäden zur Folge, die sich vermeiden ließen, da das Koks an sich nur in äußerst hohen Mengen gesundheitsschädlich wirkt. Dabei ist anzumerken, dass dem Konsum alleine schon durch den hohen Preis der Droge ein Riegel vorgeschoben ist.

Es geht bei der Legalisierung aber nicht um die Nebenwirkungen, sondern um die Wirkungen von Koks. Die Wirkungen von Koks auf das zentrale Nervensystem haben zur Folge dass es vor allem von äußerst produktive Teile der Gesellschaft, ja, von Leistungsträger konsumiert wird. Eine Gesellschaft sollte ein Interesse daran haben gerade das Verhalten dieser Menschen nicht zu kriminalisieren. Dazu gehört auch das Koks – im Gegensatz zu Marihuana – keine Freizeitdroge zum übertriebenen Müßiggang, sondern ein Leistungssteigerungsmittel ist. Die potentiell stimulierenden Auswirkungen einer Legalisierung auf die Wirtschaft und die Produktivität des Landes liegen damit auf der Hand.

Eine Gesellschaft in der Vertreter von Wirtschaft und Politik sich nicht länger zu verstecken brauchen, sondern gegenüber den Menschen offen zu ihrem Konsum stehen können, ist ein Beitrag zur Ehrlichkeit unserer Gesellschaft. Jeder Bürger wird die in öffentlichen Debatten, Konferenzen oder Presseveranstaltungen zum Besten gegebenen begeisterten Ansprachen und enthusiastischen Geistesblitze viel besser nachvollziehen können, wenn er oder sie miterleben kann, wie der Redner zuvor noch eine Line gezogen hat.

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