Keine Sklaven für Deutschland

Gustave Boulanger - Le marchè d'esclaves (Quelle: Wikipaintings)

Heribert Schmitz vom Deutschen Dachverband für Sklavenhandel (DDSH) wirft entnervt die Hände in die Höhe. „Es ist nicht zum Aushalten,“ ruft er frustriert. Schmitz hat Grund sich zu ärgern: Jahrzehntelang hat sich sein Verband bemüht die Arbeitsverhältnisse in Deutschland zu verändern. Nun – kurz vor dem Durchbruch – steht sein Verband vor einem Scherbenhaufen. „Unser Ziel war immer, dass andere die Drecksarbeit machen und die Deutschen die Gewinne einfahren. Noch letztes Jahr sah es so aus, als ob wir es geschafft haben. Aber jetzt machen diese Irren alles kaputt.“

Wenn Schmitz von Irren spricht, dann meint er damit diverse rechte und rechts-radikale Gruppen, die gegen Flüchtlinge und Einwanderung agitieren – ohne dabei zu beachten, dass eben jene Flüchtlinge Teil der DDSH-Strategie sind. „Flüchtlinge sind die Sklaven von heute,“ sagt Schmitz emotionslos. „Sie machen jede Arbeit ohne zu murren und können mit Brotkrumen abgespeist werden.“

Für Schmitz‘ Verband waren die Kriege im Nahen Osten und Nordafrika ein Glücksfall: „Früher mußten Sklaven eingefangen und herumgeschifft werden, heute kommen sie freiwillig zu uns.“ Hier sollten sie dann gemäß der DDSH-Strategie für Sklavenarbeit eingesetzt werden, für Schmitz ein Garant für den zukünftigen Erfolg der Deutschen Wirtschaft. „Wir können uns nicht dem globalen Wettbewerb der Ausbeutung entziehen.“

Deswegen ist jeder Brandanschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft, jeder Ruf nach der Einschränkung von Einwanderung für Schmitz ein Schlag gegen die Deutsche Wirtschaft. „Das hat mit Patriotismus und Rassismus nichts zu tun. Wenn diese Menschen echte Rassisten wären, dann hätten sie nichts gegen die wirtschaftliche Ausbeutung in einer modernen Sklavenwirtschaft. Das ist einfach nur Dummheit,“ faßt Schmitz zusammen.

Vorerst hält der Verband an seinen Zielen fest, doch auch Schmitz ist klar, dass es einer neuen Strategie bedarf. Zu allererst plädiert er aber für ein gesellschaftliches Umdenken in Deutschland: „Früher war jeder froh, wenn er einen Handschlag weniger machen mußte. Heute reden die Leute davon, dass ihnen die Arbeit weggenommen wird. Das soll einer noch verstehen.“

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